Gott kann warten - wie lange noch?

 

So spricht der Herr Zebaoth: 

»Dies Volk spricht: Die Zeit ist noch nicht, des Herrn Haus zu bauen.«

 

»Es sagt: Erst müssen wir noch unseren Plan, unser Projekt, unser Bauvorhaben zu Ende führen, unser Ziel erreichen, unsere Gemeinde bauen, unsere Kirche abbezahlen, unsere Struktur verändern. UNSERE, UNSERE, UNSERE ... und bald ist wieder unser Jubiläum, erst müssen wir uns zu Ende feiern, Herr. Wir hätten unsere (Gemeinde-)Häuser gerne ‚getäfelt’, mit allem Erdenklichen ausgestattet, mit Millionenbudgets und Funkmikrophonen. So wie die Amerikaner.«

 

»Nun«, so spricht der Herr Zebaoth, »seht doch auf die Statistiken.«

 

»Ihr predigt, macht endlos Programme und schult und lehrt um euer Leben, doch mit welchem Erfolg? Ihr evangelisiert, aber seid nicht eins, was wiederum notwen-dig ist, um wirklich zu evangelisieren. Kaum jemand, der sich euch anschließen mag. Manche kommen zur Vordertür hinein, und doch verlassen viele eure Gemeinden stillschweigend durch die Hintertür – enttäuscht. Fällt euch gar nichts auf?«

 

»Ständig lernt ihr, sitzt in Predigten und Tagungen  ein neues Konzept, eine neue Zeitschrift, eine neue Strategie!  und kommt doch nicht zur Reife. Ihr tretet auf der Stelle, und viele gehen rückwärts.«

 

»Eure Prediger und Pastoren brennen aus, eure Finanzen gehen zurück, eure Alten sterben schneller aus als die Jungen nachwachsen, der Feind frisst eure Kinder, und eure eigenen Programme fressen euch.«

 

»Ich habe eure Ausreden gehört: »Das ist normal«, sagt ihr, »machen alle«  »Zeitgeist«  »üblich«  »gar nicht so schlecht«  »wir wissen es doch nicht anders«Die Leute werden unverbindlich. Und ihr wagt es doch tatsächlich zu sagen: Des Herrn Haus, das ist doch mein Haus. Gott meint MEIN Werk, UNSERE Gruppe – MIR, MEINER, MICH – Oh Gott, segne MICH!«

 

»Nein, ihr irrt euch. Stagnation und Ausbrennen ist nicht normal. Auf-der-Stelle-Treten, das tut mein Volk in der Wüste.

 

Es ist Ergebnis meiner Abwesenheit. 

 

Und nein, tausendmal nein! Mein Haus ist nicht euer Haus! Was als meine Ge-meinde angefangen hat, ist heute nicht mehr wiederzuerkennen. Ihr täuscht euch sehr. Ich habe nur EIN Volk, keine in zehntausende von Splittergruppen zer-blasene Armee, die sich selbst bekämpft und ihre skurrilen Fähnlein hochhält. Nein, ich will eure Denominationen nicht! Ich will eine Braut ohne Flecken und Runzeln! Wann wollt ihr das auch? Wie lange soll ich warten?«

 

»Wann erkennt ihr den Ernst der Lage? Ständig erwartet ihr Erweckung, aber die vollmundigen Verheißungen treffen nicht ein und bleiben euch im Halse stecken. Und ausgebliebene Hoffnungen machen euer Herz krank. Und warum das alles? Weil ihr nicht meine Gemeinde baut, sondern eure, nicht mein Reich, sondern eure kleinen Imperien. Weil ihr euch selbst so völlig verplant habt, dass meine Agenden da gar keinen Platz haben. Weil ihr unter Druck und Stress steht, den ich nicht gemacht habe.«

 

»Und das Schlimmste: In dieser Tretmühle könnt ihr mich nicht mehr richtig hören. Deshalb tut ihr so, als ob ich anwesend wäre, aber ich bin es nicht! Ihr plärrt und spielt Lieder, seid ständig umgeben von christlichen Postern, Sprü-chen, wie umnebelt mit der Vorspiegelung einer heilen Welt.«

 

»Fällt euch nicht auf, wie still eure ‚stille Zeit’ wirklich geworden ist? Ihr werdet nimmer müde und rührt die Buschtrommel für eure Methoden und Konzepte, um letztlich für euch selbst zu werben, als gelte es das Leben! Ihr wollt euch selbst beweisen, eure Ideen verwirklichen. Aber bin nicht ICH der Herr? Ihr sprecht: ‚Im Namen Jesu!’, aber habt ihr auch mein Angesicht gesucht, euch mit mir wirklich beraten, so dass ihr an meiner Stelle sprechen dürftet?«

 

»Wie bitte, was hast du gesagt, war da was?“ 

ruft ihr, um den Lärm eurer Programme zu übertönen.«

 

Wie? Unsere Kirchen, unsere Gemeinden und unsere Werke auf den Altar legen und sterben, damit wir gemeinsam für Gott leben können?

 

Wie? Uns lernen, als einen Leib im Land und in der Stadt zu verstehen und gemeinsam als solcher zu handeln?

 

Wie? Den Denominationalismus und Konfessionalismus hinter uns lassen und uns gemeinsam auf den Weg mit Gott zu machen?

 

Wie? Eins sein, damit die Welt glaubt?

Wie? Gottes Stimme hören und tun was er sagt?

Nie! Ohne mich! Nach mir! Vielleicht im Jahr 2007, sagt ihr.«

 

»Dann, wenn alle eure menschlichen Pläne endlich auslaufen, noch mehr Mit-glieder ausgetreten sind, die Jugendlichen sich in Scharen erbittert abgewandt haben, euch die Ideen und vor allem das Geld ausgehen? Ihr predigt von den Kosten der Nachfolge. Erkennt ihr denn nicht die sündhaften Kosten des Unge-horsams, an dessen Zinsen und Zinseszinsen ihr heute abzahlt und euch gleichzeitig ständig neue aufhäuft? Was nennt ihr mich ‚Herr’ und TUT NICHT, was ich euch sage? ‚Herr, Herr!’ rufen die öllosen Jungfrauen schon heute. Ihr wisst doch: Glaube ohne Werke ist tot. Wer mein Wort nicht tut, baut auf Sand. Warum wollt ihr auf Sand bauen?«

 

»Moses und seine Nachfolger stehen noch immer händeringend vor mir, während mein Volk im Tal unbeeindruckt weiter seine Feste feiert und um goldene Kälber tanzt. Nein, mein Volk will partout nicht, was ich will. Es will Frieden, versorgt sein, beruhigende Predigten hören, Romane lesen, tanzen, essen, kaufen, ver-kaufen, ein System haben, das die Kinder versorgt und die Alten begräbt, während die Eltern sich plagen und ihr Haus bauen, Karriere machen. Mein Volk braucht ab und zu Aufregung, aber nur nicht zu viel. Es soll etwas geschehen, aber es darf nichts passieren. Es will das Beste für sich selbst, es will in Ruhe gelassen wer-den! Es soll weiter ungestört sündigen dürfen, als gehöre das zu den Menschen-rechten.«

 

»Merkt ihr denn nicht, dass ich es bin, der den Himmel verschlossen hat? Und da kommt ihr zusammen und betet gegen den Teufel an, ohne euch zu demütigen unter meine starke Hand. Ihr seid zu Fans geworden, aber wo sind Meine Jünger?«

 

»Kann euch denn nichts erschüttern und aus eurem Trott bringen!? Wenn mein Wort schon nicht genug ist, warum hört ihr dann nicht meine Propheten? Oder meine Erdbeben, Kriege und Katastrophen? Wie könnt ihr zusehen, was gerade in Israel geschieht  und einfach so weitermachen wie bisher?«

 

»Ihr singt: Komm in unsere Mitte, oh Herr, und ja, immer wieder versuche ich es. Ich komme zu Besuchaber eure Uneinigkeit, die schreiende Selbstgerechtigkeit, euer Doppelleben, eure geheimen Sünden, eure Selbstsucht, eure Sucht nach Selbstverwirklichung und euer unreines Herz vertreiben mich sofort wieder. Dabei möchte ich so gerne unter meinem Volk wohnen. Wann werde ich das endlich tun können?«

 

»Und jetzt sage ich euch: Aber siehe, die Zeit ist gekommen, wo ich selbst auf den Plan treten werde. Ihr werdet überrascht sein, wie bald das sein wird. Und nein, ich lasse mich nicht durch den Ungehorsam meines Volkes für immer aufhalten. Meine Zeit der Heimsuchung ist gekommen. Ich warte jetzt nicht länger.«

 

»Ihr habt vergeblich auf das Unmögliche gewartet, dass nämlich ICH, DER HERR, Mitglied eurer Gemeinde, eures Werkes werde. Ich sage euch jetzt: Schließt euch MIR an! Hört auf zu beten, ich solle weiterhin segnen, was ihr tut. Fangt an, gehorsam zu tun, was ICH segne! Tut, was ich euch sage! Meine Zeit ist reif. Jetzt, oder nie!«

 

»Viele von euch sind von meinem Geist wie schwanger geworden. Seid also nicht überrascht durch das, was bald geboren wird. Ja, in eurer Ferienzeit, wenn ihr endlich ruht, werde ich handeln.«

 


Quelle: Heilung und Befreiung


 


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