Sichtbare Erschütterung

eines geistigen Fundaments

 

 

»Ihr Menschen auf Erden habt eine große geistige Erschütterung zu gewärtigen, denn ich will euch zeigen, dass mein Arm auch dorthin reicht, wo ihr auf festem Fundament gebaut zu haben glaubt. Ich will euch aufstören aus eurer selbstgefälligen Ruhe, auf dass ihr rege werdet und euch ernstlich fraget, was ich wohl bezwecke und euch sagen will durch dieses sichtbare Zeichen meines Missfallens an eurem Bauwerk, das euch überaus gut und erhaben dünkt.

 

Ich brauche in der letzten Zeit Arbeiter, die emsig für mich und mein Reich tätig sind; ich brauche Diener, die lebendig glauben und das Wirken meines Geistes in sich möglich machen durch ein Liebeleben nach meinem Willen. Ich brauche gute Hirten für meine Schafe und also eifrige Vertreter meines Wortes, das in aller Reinheit den Menschen zugeführt werden soll und das ich darum meinen Dienern auf Erden auf direktem Wege vermittle, auf dass es unverfälscht den Menschen zugeleitet werden kann. Und dies ist die Arbeit meiner Diener, der Arbeiter in meinem Weinberg, denn die Zeit der Ernte ist gekommen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift.

 

Und also wirke ich offensichtlich außerhalb derer, die meine Vertreter auf Erden zu sein glauben, und ich selbst habe mir meine rechten Vertreter erwählt, die Erstere jedoch nicht als meine Abgesandten anerkennen und mein Wort daher nicht annehmen wollen.

 

Und es ist darum vonnöten, dass ich durch ein äußeres Zeichen mich in Erscheinung bringe, auf dass die Menschen stutzig und nachdenklich werden. Denn es ist von dringender Notwendigkeit, dass die Menschen nachdenken über die Wertlosigkeit dessen, was Menschen erbaut haben, so es meinem Willen nicht entspricht. Sie sollen nachdenken, in welcher Form ich meinen Willen erfüllt sehen will, was vor mir rechten Wert hat und was allein für die Seele von Vorteil ist für die Ewigkeit. Sie sollen abgehen von Vorgefassten Meinungen, von traditionell übernommenem Geistesgut, das ohne Wert ist, weil es durch Äußerlichkeiten gekennzeichnet ist, die den Kern verhüllen und ihn unkenntlich machen.

 

Es gilt die Klarstellung, welches die Kennzeichen der Kirche sind, die ich selbst auf Erden gegründet habe, es gilt die Beleuchtung von irdischen Lehren, die darum als irrig anzusprechen sind, weil sie die Zugehörigkeit zu meiner Kirche abhängig machen von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Konfession, was niemals meinem Willen entspricht.

 

Alles nun, was organisatorisch aufgezogen ist, ist Menschenwerk, denn meine Kirche ist nur ein rein geistiges Gebäude, sie hat im Denken und Streben, im Wollen und Handeln nach meinem Willen ihr Fundament und wird niemals nach außen hin anders erkenntlich sein als in reger Liebestätigkeit und daraus entspringendem Erkennen und Verstehen alles dessen, was zu glauben ich von euch Menschen fordere, was ich euch unterbreite und als geistiges Wissen euch zuleite gedanklich oder durch das innere Wort.

 

Das sichtliche Wirken meines Geistes im Menschen, erleuchtetes Denken und überzeugter Glaube ist das sichere Kennzeichen der Kirche, die ich selbst gegründet habe, was aber außerhalb einer kirchlichen Organisation eher anzutreffen ist, obzwar es auch innerhalb einer solchen die Menschen beglücken kann, sowie sie den Kern, meine christliche Liebeslehre, allem anderen voransetzen, dann aber werden sie auch erkennen, wie wenig wertvoll jegliche Zeremonie wie auch der gesamte Aufbau in weltlichem Stil für die Entwicklung der Seele ist, ja oft sogar hinderlich, weil tiefes innerliches Versenken und Streben nach inniger Verbindung mit mir durch Äußerlichkeiten, die Augen und Sinne der Menschen gefangennehmen, erschwert wird.

 

Der Mensch, der erkannt hat, welches Glück in der innigen Verbindung mit mir liegt, der den Weg ins geistige Reich gefunden hat und mit dessen Bewohnern in gedankliche Verbindung getreten ist, wird nimmermehr an Handlungen Gefallen finden, die offensichtlich ausgeführt werden. Er wird ihnen den Rücken zukehren, weil er sie als nicht von mir gewollt erkennt und empfindet. Und es ist dies als geistiger Fortschritt zu verzeichnen, zu dem ich allen Menschen verhelfen will, indem ich die Augen aller richten werde auf ein Geschehen, das deutlich meine Hand erkennen lässt. Ich will einen Zweifel in ihre Herzen senken, mit dem sie sich beschäftigen sollen, so sie guten Willens sind und die Wahrheit suchen. Ich werde das Fundament zum Wanken bringen, und wohl dem, der darin die Sprache Gottes erkennt. Er wird gewinnen, so er hingibt, denn er empfängt kostbare Gabe und tauschet wertlose Güter dagegen; er gliedert sich meiner Kirche an, die nur rein geistig zu verstehen ist.«

 


Quelle: innodoj.ch | Foto: © DX - Fotolia.com


 


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