Prophetischer Weckruf an Pastoren

 

 

Vor ein paar Monaten hat mir [Anm.: Julia Berndt/www.prophetenschule.org] eine Leserin den folgenden Traum zugeschickt. Es handelt sich dabei um einen prophetischen Traum von Gott, der sich ganz besonders an Pastoren und Gemein-deleiter richtet. Ich empfand, dass die Botschaft des Traumes sehr wichtig ist, deshalb teile ich sie hier mit euch.

 

Wenn Du Pastor oder Gemeindeleiter bist, bitte ich Dich, diese Botschaft selbst vor Gott zu prüfen. Frage ihn, ob er möchte, dass Du daraufhin etwas praktisch umsetzt.

 

Bevor ich den Traum und die Botschaft schreibe, möchte ich hier einen Eindruck mitteilen. Am 27. November 2013, als ich über diesen Traum betete, hatte ich das folgende innere Bild: Ich sah mehrere Pastoren (und evtl. auch Gemeindeleiter), wie sie unter freiem Himmel standen. Über ihnen stand am Himmel ein riesiges Ohr. Ich fragte Gott, was das bedeuten soll. Und da hörte ich die Worte:

 

»Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!«

 

Dieser Satz kommt in der Offenbarung mehrmals vor. Und zwar in den Send-schreiben an die Ortsgemeinden (vgl. Offenbarung 2-3). Deshalb empfinde ich, dass die folgende Botschaft auch ein »Sendschreiben« ist, das sich an mehrere Gemeinden richtet. Es ist ein Weckruf Gottes.

 

(Julia Berndt)

 


 

Der Traum

 

(vom 6. auf den 7. März 2013)

 

»Im Traum befand ich mich in New York. Es herrschte absolutes Verkehrschaos. Überall war Feuer, auch Häuser brannten. Viele hohe Häuser stürzten ein.

 

Plötzlich fand ich mich in einer Art Herberge oder Hotel. Und ich wusste, dass ich den Zimmerschlüssel mit der Nummer 0315 finden muss. Die Zahl 3 war größer als die anderen Zahlen. Zunächst hatte ich nur eine bronzefarbene Schlüssel-plakette, auf der diese Nummer stand, inklusive des Schlüsselbundes in meiner Hand. Ich suchte aber den Schlüssel ... Nach einigem Suchen fand ich den Schlüssel mit der Nummer 0315 in meiner Hand am Schlüsselbund! 

 

Dann gingen wir, unser Pastor und zwei weitere Personen, durch die Straßen von New York. Dort war noch immer Chaos: Überall liefen die Menschen voller Panik umher, ein totales Durcheinander. Es fuhren Krankenwagen mit Blaulicht und Sirenen vorbei. Die Erde bebte, Häuser wackelten und stürzten ein.

 

Plötzlich war dort eine Kirche mit offenen Türen, in der friedliche Musik spielte. Es war aber klar, dass jetzt nicht Zeit ist, in die Kirche zu gehen, um diese wunderschöne Musik zu hören, sondern dass wir die Menschen in den Häusern warnen sollten! Deshalb sagte ich zu unserem Pastor: Komm, wir müssen weitergehen, wir können hier nicht bleiben! Er wollte zunächst auf keinen Fall mitgehen, aber ich sagte eindringlich: Komm bitte, glaube mir, wir können wirk-lich nicht hier bleiben, wir müssen weitergehen! Schließlich kam er mit.

 

Wir gingen in eine Art Restaurant. Da waren überall Eltern, die an Tischen saßen. Aber es waren keine Speisen auf dem Tisch. Die Eltern hatten ihre Babys und Kinder auf dem Schoß. Doch all diese Kinder hatten geschlossene Augen und waren irgendwie leblos, wie tot. Da sah ich einen Vater mit Drillingen. Das erste Baby war noch recht wohl genährt, das zweite schon wesentlich schmaler und das dritte sah völlig abgemagert aus.

 

Schließlich wachte ich auf. Es war 5:20 Uhr morgens, und ich war sofort hellwach. Da hörte ich in mir die Stimme: Schreibe diesen Traum und alle Details auf!“«

 

(Sandra Richter)

 


 

Die prophetische Botschaft

des Traumes

 

Im Verlauf des Traumes erschließt sich, dass die Stadt New York für die Welt steht. Das lässt sich außerdem auch darin sehen, dass die USA eine Weltmacht und New York die größte Stadt in den USA ist.

 

Dass im Traum die Stadt New York zerstört war, bedeutet, dass die Dunkelheit in der Welt zunimmt. Katastrophen und Leid nehmen zu. Aber dazu ist es wichtig zu verstehen, dass auch das Licht zunehmen soll. Wir leben seit Jesu Himmelfahrt in der Endzeit, und es wird Zeit, dass der Leib Christi wirklich aufsteht. Es wird Zeit, dass die Braut Jesu in ihre volle Reife kommt und sein Reich in dieser Welt manifestiert. Denn die Menschen sollen ja das Licht sehen (vgl. Matthäus 5:14-16). Gerade deshalb werden wir Christen im Traum zum Handeln aufgefordert!

 

In der nächsten Szene sah sich die Person in einer Herberge oder in einem Hotel. Diesen Ort deute ich so, dass er für eine geschützte Atmosphäre wie z. B. im Gebet bzw. in der Gemeinschaft mit Jesus steht. Denn dort suchte sie nach einer Antwort auf die Frage, was in den schwierigen Umständen zu tun ist.

 

Die Schlüsselplakette und der Schlüssel bedeuten Folgendes: Die Schlüssel-plakette steht für die Verheißung von Gott. Und zwar für die Verheißung, das zu empfangen, was uns als seinen Kindern zusteht, um den Missionsauftrag zu erfüllen. Jesus gab uns diesen Auftrag:

 

»Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.«

(Markus 16:15-18)

 

Mir kam dazu auch das Stichwort »Pfingsten«. Jesus hatte am Tag seiner Himmel-fahrt zu seinen Jüngern gesagt:

 

»Und siehe, ich sende auf euch die Verheißung meines Vaters; ihr aber bleibt in der Stadt Jerusalem, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe!«

(Lukas 24:49)

 

Die Jünger sollten also im Gebet warten, bis sie die Verheißung, die Ausstattung mit der Kraft des Heiligen Geistes, empfingen. Erst dann war der richtige Zeitpunkt gekommen, den Menschen das Evangelium in der Kraft Gottes zu verkünden (vgl. Apostelgeschichte 2). 

 

Es geht also darum, dass wir die Kraft des Heiligen Geistes, die jedem Christen zusteht, annehmen. Dass wir nicht nur wissen, was uns zusteht (so wie es auf der Plakette geschrieben stand), sondern dass wir es auch annehmen. Mit seiner Kraft haben wir auch die Vollmacht bzw. Autorität von dem 3-einigen Gott empfangen, um sein Reich in dieser Welt zu manifestieren. Es geht darum, dass Gott in uns ist (vgl. Johannes 17:22-23 und Vers 26 / Kolosser 1:27). Und dass er in dieser Welt wirken will – durch uns! Jesus will genauso sein Reich manifestieren, wie er es als Mensch getan hatte: Durch Heilungen, Zeichen, Wunder etc. Und das will er durch uns tun.

 

Die Schlüsselplakette steht also auch für die persönliche Frage: »Hast Du die Kraft des Heiligen Geistes empfangen?« Der Schlüssel steht für die Kraft des Heiligen Geistes und ist die Antwort und Lösung.

 

Nach längerem Suchen stellte die Person im Traum plötzlich fest, dass der Schlüssel am Schlüsselbund hängt! Das bedeutet, dass sie die Verheißung von Gott im Glauben annahm. Dadurch hatte sie nicht mehr länger nur die Schlüssel-plakette, sondern auch den verheißenen Schlüssel. So ausgestattet konnte sie zu den Menschen gehen, um ihnen zu helfen. Das bedeutet auch: Nachdem wir den »Schlüssel« empfangen haben, brauchen wir nicht länger nach ihm suchen. Es geht dann nur noch darum, Gott zu fragen, wie wir daraufhin handeln sollen (= wo wir den »Schlüssel« einsetzen).

 

Die Nummer 0315 auf der Schlüsselplakette und auf dem Schlüssel ist sehr entscheidend. Auffällig ist, dass die Zahl 3 größer war als die restlichen Zahlen. Es wird klar, dass die Zahl 0315 ein Datum beschreibt: März 2015

 

Die Person hatte den Traum im März 2013. Es geht darum, wie wir uns in den 3 Jahren (2013, 2014 und 2015) auf die kommende Zeit vorbereiten. (Dies wird auch anhand der Symbolik mit den Drillingen am Ende des Traums noch deutlicher sichtbar!) Auch im Verlauf des Traumes spielt die Zahl 3 eine sehr entscheidende Rolle.

 

In der Bibel können wir lesen, dass Jesus nach 3 Tagen vom Tod auferstand (vgl. Johannes 2:19-21) und weitere Stellen, in denen etwas vollendet wird. Deshalb möchte ich hier betonen, dass die Zahl 3 im Traum genauso auch »Vollkommen-heit« bzw. »Vollendung« bedeutet.

 

In der weiteren Szene ging die Person mit dem Pastor und zwei weiteren Personen durch die zerstörte Stadt. Sie kamen zu einer Kirche, aus der friedliche Musik tönte. Zuerst schien es verlockend, sich dort zurückzuziehen. Außerdem hätte die Musik bestimmt auch den Lärm der Hilfeschreie, Sirenen und einstürzenden Häuser übertönt. Aber genau das wäre egoistisch und die falsche Entscheidung gewesen. Es sah aus menschlicher Sicht nach einer Lösung aus, aber es war keine Lösung von Gott. Denn wir Christen haben ja den »Schlüssel«, also die Kraft Gottes empfangen, um damit vorrangig in der Welt zu wirken. Genauso wie es auch für die ersten Christen normal war, unter den Menschen das Reich Gottes zu demonstrieren.

 

Die Person erkannte das als prophetisch begabte Christin. Sie selbst steht hier für eine (echte) prophetische Stimme, auf die der Pastor hören sollte! Ihre Warnung war echt, was der Pastor dann auch im Traum erkannte. Und er entschloss, daraufhin zu handeln und mit ihr zu gehen. Genauso sind die Pastoren und Gemeindeleiter allgemein verantwortlich dafür, wie sie mit prophetischen Bot-schaften umgehen. Es ist ein Aufruf, die prophetischen Stimmen nicht zum Schweigen zu bringen, sondern ihnen zuzuhören! So wie es auch in 1. Thessa-lonicher 5:20-21 heißt:

 

»Die Weissagung verachtet nicht! Prüft alles, das Gute behaltet!«

 

Während sie weitergingen, um den Menschen zu helfen, kamen sie an ein Restau-rant, das einen Bereich in der Welt darstellt. Der Ort war zwar ein Restaurant, aber es fehlte das Essen. Es wird also eine »Hungersnot« beschrieben. Bei dieser Hungersnot handelt es sich aber um keinen natürlichen, sondern um einen geistigen Hunger. Es ist der Hunger nach Gottes Wort! Auch in  Amos 8:11-12 wird dieser Hunger beschrieben:

 

»Siehe, es kommen Tage, spricht Gott, der Herr, da werde ich einen Hunger ins Land senden; nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser, sondern danach, das Wort des Herrn zu hören. Da wird man hin und her wanken von einem Meer zum anderen und umherziehen vom Norden bis zum Osten, um das Wort des Herrn zu suchen, und wird es doch nicht finden.«

 

Wenn wir Christen geistigen Hunger verspüren, dann wissen wir, wo wir ihn stillen können: Bei Jesus. Aber für Menschen, die ihn noch nicht kennen, ist geistiger Hunger eine Gefahr – es sei denn, jemand führt sie zu Jesus. Jesus selbst ist das »Brot«, nach der diese Welt so sehr hungert. In  Johannes 6:33-35 heißt es:

 

»Denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. [Anm.: sagte Jesus] Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot! Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.«

 

Es gibt da einen interessanten Zusammenhang: Jesus ist nicht nur das »Brot des Lebens«, sondern auch das »Wort Gottes« (vgl. Johannes 1:1-14 / Offenbarung 19:11-13)! Und Jesus sagt außerdem:

 

»Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!«

(vgl. Matthäus 4:3 / Lukas 4:4)

 

Er ist bildlich gesprochen das Wort, das aus dem Vater hervorging (siehe auch Johannes 1:1-14). Er selbst und somit auch seine Worte sind es, die den geistigen Hunger stillen. Es ist also wichtig zu verstehen, dass es sich bei Gottes Wort nicht nur um die Bibel handelt, sondern auch um die persönlichen Offenbarungen, die Jesus uns gibt. Er ist der gute Hirte, und seine Schafe hören seine Stimme (vgl. Johannes 10:27). Wir dürfen und sollen mit ihm in einem lebendigen Dialog sein, so wie auch in jeder anderen Beziehung der Dialog wichtig ist. Und wir können auch Worte für die Menschen empfangen, die Jesus noch nicht kennen. Gott möchte ihnen mitteilen, wie er sie sieht, dass er sie liebt und welche guten Absichten er mit ihnen hat. Aber wenn wir nicht gelernt haben, Gottes Stimme für uns und für andere zu hören, wie wollen wir ihnen mitteilen, was Gott ihnen persönlich sagen will?

 

Außerdem gehören auch die Gaben des Heiligen Geistes (vgl. 1. Korinther 12-14) zu den »Broten«, die den geistigen Hunger der Menschen stillen sollen. Denn wir sollen mit den Geistesgaben auch den nichtgläubigen Menschen dienen. Aber wenn wir nicht gelernt haben, die Geistesgaben zu praktizieren, wie wollen wir den Menschen damit dienen? Wir sollen die Menschen doch schmecken lassen, wie gut Gott ist! (vgl. Psalm 34:9). So dass sie echte Nahrung bekommen und mehr von diesem lebendigen Gott wollen.

 

Auch die Kinder und Babys litten deutlich unter der Hungersnot. Dazu hatte ich den Eindruck, dass es sich um die nächste Generation handelt. Ihr Hunger nach dem Übernatürlichen wächst, und sie werden versuchen, diesen Hunger zu stillen. Wenn sie in den Kirchen kein passendes »Brot« finden, werden sie an anderen Orten suchen (Drogen, Welt oder Esoterik etc). Aber ihr Hunger bleibt ungestillt. Denn diese innere Leere kann nur Gott und eine lebendige Begegnung mit ihm stillen. 

 

Dann zu dem Vater mit den Drillingen: Das erste Baby war noch recht wohl-genährt, das zweite war schon wesentlich schmaler und das dritte sah völlig abgemagert aus. Hier wird deutlich, dass der Traum die Gegenwart, aber auch eine Sicht in die Zukunft zeigt. Das erste Baby steht für 2013, das zweite für 2014 und das dritte für 2015 und darüber hinaus. Es handelt sich wieder um die Zeitspanne von 2013 bis 2015 und bedeutet, dass der geistige Hunger immer mehr zunimmt. Und wir, der Leib Christi, sind aufgefordert, den Menschen echte Nahrung zu bringen! Wenn wir den Menschen nicht Jesus und seine Worte bringen, dann verhungern viele Menschen. Und in den Kirchen und Versammlungen, wo es an diesem lebendigen Brot fehlt, da wirkt Jesus selbst wie »abgemagert«, da er nicht in ganzer Fülle dargestellt wird. Ich dachte bei der Symbolik auch an den Traum des Pharaos mit den 7 Kühen, die auch für 7 Jahre standen: 1. Mose 41:2 ff.

 

Die Hauptaussagen der Botschaft sind also zusammengefasst:

 

  • Die Dunkelheit in der Welt nimmt zu, aber gleichzeitig soll auch das Licht zunehmen! Jesus ist das Licht der Welt, und wir sollen sein Licht leuchten lassen. Deshalb handelt es sich um keine richtende Botschaft gegen nichtgläubige Menschen, sondern um eine Warnung an uns Christen. Das Gericht beginnt am Haus Gottes:

 

»Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben?«

(1. Petrus 4:17)

 

Außerdem auch: Hebräer 12:25-29 und Offenbarung 3:15 (wo auch die Nummer enthalten ist).

 

  • Wir Christen sind »Kirche« und unser Leben und Handeln sollte ein »Gottesdienst« sein (vgl. Römer 12:1). Das schließt christliche Versammlungen, wie z. B. in Ortsgemeinden oder Hauskreisen nicht aus. Aber wir können nicht erwarten, dass die Menschen von alleine in unsere Versammlungen kommen. Wir sollen zu ihnen gehen.

 

  • Die Menschen haben geistigen Hunger und wissen nicht, wo sie ihn stillen können. Wir sollen ihnen das »lebendige Brot« bringen: Jesus, seine Worte und überhaupt seine wirksame Kraft, die sich auch in den Geistesgaben ausdrückt. Es ist nicht richtig, diese uns anvertraute Vollmacht wie ein Licht unter den Scheffel zu stellen. Auch das Gleichnis mit den anvertrauten Talenten, das Jesus in Matthäus 25:14-30 erzählt, beschreibt, wie wichtig es ist, das uns Anvertraute einzusetzen. Der Knecht, der die Talente vergrub, wurde gerichtet.

 

Jetzt geht es um die Frage: Wie sollen wir auf diese Botschaft hin handeln?

 

Dieses Thema könnte man noch viel mehr vertiefen, aber ich möchte die wichtigsten Punkte festhalten:

 

  • Eine Predigt soll vom Heiligen Geist inspiriert sein

Ein Pastor sollte den Heiligen Geist fragen, über was er predigen soll. Denn bei einer Predigt sollte es nicht darum gehen, bloßes Wissen zu vermitteln, sondern um die Führung des Heiligen Geistes. Dabei kann es sein, dass auch Menschen geheilt werden bzw. der Predigt solche und andere Zeichen von Gott (siehe Markus 16) folgen. So wie Paulus sagte:

 

»Und meine Rede und meine Verkündigung bestand nicht in überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf Gottes Kraft.«

(1. Korinther 2, 4-5)

 

  • Das Wort Gottes kommt nicht nur durch den Pastor oder Gemeindeleiter

Pastoren, die auch »Hirten« sind, sollten sich bewusst machen, dass Jesus der »Chef-Hirte« ist. Pastoren dürfen seine Position nicht ersetzen, sondern sollen die »Schafe« zu Jesus führen. Das bedeutet: Die Christen sollen auch selbst lernen, die Stimme Jesu zu hören. Denn das offenbarte Wort Gottes kommt nicht nur durch den Pastor/Prediger, sondern soll auch von jedem einzelnen Christen empfangen werden.

 

  • Pastoren und Gemeindeleiter sollen prophetische Christen und Prophetien nicht verachten

Pastoren und Gemeindeleiter sind aufgefordert, auf die prophetischen Stimmen zu hören. Viele Pastoren sind bei Propheten und prophetisch begabten Christen sehr ablehnend, besonders wenn es in die Richtung Korrektur oder Warnung geht. Oftmals sind sie dies zu recht, da prophetische Menschen nicht perfekt sind und auch Charakterschwächen haben können. Wenn das der Fall ist, dann geben diese Christen Prophetien, die an die Ortsgemeinde gerichtet sind, oftmals viel zu hart wieder. Aber die Leiter einer Ortsgemeinde oder Versammlung sollten sich im Klaren sein, dass die prophetischen Botschaften trotzdem richtig sein können! Es ist wichtig, dass sie sich die Botschaften in Ruhe anhören und dann vor Gott (!) prüfen (siehe auch 1. Thessalonicher 5:20-21). 

 

  • In jeder Ortsgemeinde soll es laut neutestamentlicher Ordnung erlaubt sein, prophetisch reden zu dürfen

Das prophetische Reden gilt für jeden Christen (=Gabe). Außerdem sollte es in jeder Gemeinde zusätzlich Propheten geben (=Berufung). Dazu gibt Paulus in 1. Korinther 14 mehrere klare Anweisungen. Jeder Christ sollte in einer Versammlung die Möglichkeit haben, prophetische Eindrücke weiterzugeben. Das kann unterschiedlich gehandhabt werden. Am besten und sinnvollsten ist es, wenn jeder die Möglichkeit hat, für kurze (!) Zeit ein prophetisches Wort an die Versammlung weiterzugeben, z. B. am Mikro. Das kann z. B. vor oder nach der Predigt geschehen. Was auch Sinn macht, aber den ersten Vorschlag nicht ablöst, ist: Dass in den Versammlungen Ruhepausen eingerichtet werden, in denen jeder Christ Zeit hat, Gottes Reden für sich persönlich zu empfangen. Das kann ideal in der Lobpreiszeit geschehen, wenn zwischen den Liedern immer wieder instrumentale Pausen eingelegt werden.

 

  • Geistesgaben sollen in einer Ortsgemeinde laut neutestamentlicher Ordnung praktiziert werden

Paulus schreibt in 1. Korinther 12-14 über die Geistesgaben und ihre Wichtigkeit. In 1. Korinther 13 schreibt er darüber, dass die Liebe das Wichtigste ist. Das schließt aber die Geistesgaben nicht aus. Es bedeutet vielmehr, dass die Liebe Gottes das Motiv und die antreibende Kraft sein soll! Außerdem ist die Lehre über Geistesgaben sehr wichtig. Ohne gute Lehre werden große Fehler gemacht, wie es auch in der Gemeinde in Korinth war. Die Liebe und die Lehre über den Umgang mit den Geistesgaben darf nicht fehlen.

 

Diese Vorschläge waren mir wichtig, im Anhang zu der Botschaft mitzuteilen. Und ich bitte Dich, lieber Leser, diese Vorschläge im Gebet zu überdenken. Frage Gott, ob er etwas Neues in Deiner Ortsgemeinde oder Gruppe tun will. Etwas »Neues«, das allerdings für die ersten Christen üblich war und zu dem wir in dieser Zeit mehr und mehr zurückfinden sollten. Damit wir selbst in der Hungersnot wissen, wo wir unser geistiges Essen bekommen (bei Jesus) und es auch anderen weitergeben.

 

Dazu möchte ich mit diesem Endruck schließen, den ich am 30. November dazu bekam: Ich hatte eine Vision von Jesus, wo er sich mir als das Brot des Lebens zeigte (vgl. Johannes 6:35). Dann sah ich, wie wir, seine Kinder, zu ihm kamen. Und wir nahmen Brotstücke aus ihm selbst heraus. Ich bekam dazu diese Bibelstelle:

 

»Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade.«

(Johannes 1:16)

 

Die Aussage ist hier wieder, dass wir von Jesus unsere geistige Speise erhalten und diese auch an andere weitergeben. Wie auch in dem Wunder der Brotvermeh-rung von Jesus, das in Lukas 9:10-17 beschrieben steht, ist immer noch genug für andere da.

 

(Julia Berndt)


Quelle: Sandra Richter | Auslegung: Julia Berndt | www.prophetenschule.org

Foto: © Sergey Nivens - Fotolia.com


 


Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!