Acht Punkte

zur systematischen Zerstörung christlicher Gemeinden

 

Während meiner Zeit in der Bruderschaft wurde ich sorgfältig ausgebildet und bildete im Gegenzug andere darin aus, die verschiedenen christlichen Gemeinden zu unterwandern und zu zerstören. Satans Ziel ist es, jede christliche Gemeinde zu einer Gemeinde wie die von Laodicea zu machen, so wie sie von unserem Herrn Jesus Christus in Offenbarung 3:15-16 beschrieben wird:

 

»Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist.

Ach, dass du doch kalt oder heiß wärest!

Weil du aber lau bist und weder heiß noch kalt,

werde ich dich ausspeien aus meinem Mund.« 

 

Gemeinden, die voller passiver Christen sind, die sich niemals die Mühe machen, die Bibel zu lesen oder zu studieren, die »einen Schein der Gott­seligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen«, wie sie in 2. Timotheus 3:5 treffend beschrieben werden, sind keine Bedrohung für Satan.

Es wurde uns ein grundlegender Acht-Punkte-Angriffsplan gelehrt, der der jeweiligen Gemeinde, zu der wir gesandt wurden, angepasst werden konnte, egal, zu welcher Denomination sie gehörte. Die Tatsache, dass die meisten höherrangigen Satanisten regelmäßig christliche Gemeinden besuchen, sollte keinen überraschen. Besser gesagt niemanden, der sich die Zeit nimmt, Gottes Wort zu lesen. Wir Christen werden klar gewarnt, dass Satans Angriffe von innerhalb der Gemeinden kommen werden – vor allem in Wohlstandszeiten. Als Paulus sich von den Ältesten in Ephesus verab­schiedete, gab er ihnen folgende Warnung:

 

»Und nun siehe, ich weiß, dass ihr alle, unter denen ich umhergegangen bin und das Reich gepredigt habe, mein Angesicht nicht mehr sehen werdet. Deshalb bezeuge ich euch am heutigen Tag, dass ich rein bin vom Blut aller, denn ich habe nicht zurückgehalten, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen. Habt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch als Aufseher gesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten, die er sich erworben hat durch das Blut seines eigenen Sohnes. Ich weiß, dass nach meinem Abschied grausame Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen. Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her. Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang nicht aufgehört habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen.« 

[Apostelgeschichte 20:25-31]

 

»Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichtes an. Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen, und ihr Ende wird ihren Werken entsprechen.« 

[2. Korinther 11:13-15]

 

Denn gewisse Menschen haben sich heimlich eingeschlichen, die längst zu diesem Gericht vorher aufgezeichnet sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Ausschweifung verkehren und den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.« 

[Judas 4]

 

Diese Schriftstellen zeigen es sehr klar, dass Satans Angriffe von innerhalb der Gemeinde kommen werden. Wir wollen nicht auf Hexenjagd gehen, vielmehr ist es unser Verlangen, dir die Haupttaktiken Satans aufzuzeigen, so dass du solche Tätigkeiten innerhalb deiner eigenen Gemeinde aufhalten kannst. Jeder Einzelne ist verantwortlich vor Gott, wachsam und aufmerk­sam zu sein, Gottes Wort (die Bibel) zu lesen und betend zu studieren und sorgfältig hinzuhören, was in seiner Gemeinde gelehrt wird. Jede Lehre, die nicht mit Gottes Wort übereinstimmt, muss abgelehnt werden, egal wer sie bringt. Aber die Ablehnung muss in Liebe erfolgen, sanft, aber entschieden. Paulus gab Timotheus hierzu einen sehr guten Ratschlag:

 

»Einen älteren Mann fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn als einen Vater, jüngere als Brüder, ältere Frauen als Mütter, jüngere als Schwestern in aller Keuschheit.« 

[1. Timotheus 5:1-2]

 

Das Wort »ermahnen« bedeutet ernstlich bitten, anflehen, inständig bitten, mit Achtung. Vergiss niemals, dass Jesus diese Menschen liebt und für sie gestorben ist, genauso wie er dies für dich und mich tat. Deine Absicht ist nicht, jemanden bloßzustellen, sondern sie zu leiten und zu erretten.

Bitte vergiss nicht meine eigene Erfahrung. Die kleine Gemeinde, zu der ich gesandt wurde, um sie zu zerstören, wusste, dass ich eine Hexe war, aber sie stellten mich nicht öffentlich bloß und lehnten mich nicht ab. Wenn sie das getan hätten, wäre ich sofort getötet worden. Stattdessen liebten sie mich, überwachten mich, damit ich keine zerstörerische Lehre hereinbringen konnte und beteten für mich, bis ich schließlich errettet war.

Hier sind acht grundlegende Angriffspunkte, die Satan seine Diener zur Zerstörung von christlichen Gemeinden lehrt:

 

1.

Bekenne den Glauben

 

Als allererstes muss ein Satanist ein »Glaubensbekenntnis« ablegen. Er oder sie muss vorgeben, gerettet zu sein, um Glaubwürdigkeit bei den Leuten der Gemeinde zu erlangen. In Gemeinden, in denen Altarrufe gemacht werden, wird die Person nach vorne gehen, gewöhnlich unter Tränen, und vorgeben »gerettet werden zu wollen«. Wenn die betreffende Gemeinde eine charis­matische Gemeinde ist, die großen Wert auf die Gabe des Zungenredens legt, wird der Satanist in Zungen sprechen. Das ist kein Problem, denn für Dämonen ist es ein Leichtes, in Zungen zu sprechen. Erinnere dich, als Mann-Chan in mir war (persönlicher Leit- bzw. Hauptdämon), konnte ich jeden der ausländischen Würdenträger fließend in seiner eigenen Sprache ansprechen. Deshalb legt der Herr solchen Wert auf Auslegung:

 

»Wenn ihr zusammenkommt ... wenn nun jemand in einer Sprache redet, so sei es zu zweien oder höchstens zu dritt und nacheinander, und einer lege aus. Wenn aber kein Auslegen da ist, so schweige er in der Gemeinde, rede aber für sich und für Gott. Propheten aber lasst zwei oder drei reden, und die anderen last urteilen.« 

[1. Korinther 14:26-28]

 

Ach, wie viel Schaden wird angerichtet, weil Gemeinden diese einfache Warnung nicht beachten. In charismatischen Gemeinden ist es üblich, dass in ihren Gottesdiensten und Gebetsversammlungen viele Leute gleichzeitig ohne Auslegung in Zungen sprechen und beten. Satanisten ziehen hieraus großen Nutzen. Als ich Satan noch diente, sprach ich in all den Versamm­lungen und Gebetstreffen regelmäßig in Zungen, genauso wie die anderen Satanisten, mit denen ich zusammenarbeitete. Keiner legte aus. Wir verfluchten die Gemeinde, den Pastor, die Mitglieder und Gott! Keiner wusste es! Wir fordern die Gemeinden immer wieder auf, diese Schriftstelle zu beachten. Wenn ihr als Gruppe zusammenkommt, schränkt euer Sprechen in Zungen ein, so wie es die Schrift lehrt. Wenn ihr das tun werdet, so habt ihr einen wesentlichen Schritt getan, um Satans Angriffe gegen euch einzuschränken.

Drei anderen Schriftstellen, die die meisten Gemeinden übersehen, sind:

 

»Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind, denn viele falsche Propheten sind in die Welt ausgegangen. Hieran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus als im Fleisch gekommen bekennt, ist aus Gott. Und jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott, und dies ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen wird, und jetzt ist er schon in der Welt.« 

[1. Johannes 4:1-3 ]

 

»Er aber sprach: Seht zu, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen ...« 

[Lukas 21:8]

 

»Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt.

Weicht von mir, ihr Übeltäter!« 

[Matthäus 7:21-23]

 

Dies scheint eines der Gebiete zu sein, auf dem die größte Verwirrung unter Christen herrscht. Satanisten können und werden den Namen Jesu gebrauchen. Sie können über Jesus lehren und predigen, sie können den Namen Jesus im Gebet gebrauchen etc. Die zitierten Schriftstellen in Lukas und Matthäus zeigen das klar. Eine Sache können sie jedoch nicht tun, und zwar den Test in 1. Johannes 4 bestehen. Sie  können dir nicht geradewegs in die Augen schauen und sagen:

 

Jesus Christus, der Gott ist, der im Fleisch gekommen,

am Kreuz gestorben und drei Tage später vom Tod auferstanden ist

und nun zur Rechten Gottes, des Vaters, sitzt,

dieser Jesus ist mein Herr und mein Retter und mein Meister.

 

Oh, sie können sagen: »Jesus hat mich errettet.« Aber von welchem Jesus sprechen sie? Jesus sagte, dass viele kommen und behaupten werden, er selbst zu sein. Sie können auch ein Bekenntnis des Glaubens an Jesus Christus vorlesen oder wiederholen. Sie können und werden die Schrift lesen. Wenn du sie fragst, ob Jesus Christus, der im Fleisch gekommen ist, ihr Retter ist, können sie lügen und »Ja« sagen. Aber sie können nicht mit ihrem eigenen Mund obige Erklärung abgeben. Gott hat uns einen Test gegeben, um ihn zu gebrauchen, liebe Brüder und Schwestern in Christus. Lasst uns Gottes Wort gebrauchen.

 

2.

Verschaffe dir Glaubwürdigkeit

 

Satanisten nutzen viele Möglichkeiten, um sich in den christlichen Gemein­den Glaubwürdigkeit zu verschaffen, je nachdem um welche Gemeinde es sich handelt. Sie sind regelmäßige Gottesdienstbesucher. Man kann sich darauf verlassen, dass sie immer bereit und willig sind, bei jedem Vorhaben mitzuhelfen. Auf diese Weise verschaffen sie sich nicht nur Glaubwürdigkeit, sondern sie lernen auch die Gemeinde und ihre Mitglieder kennen. Sie brauchen nicht lange, um herauszufinden, wer wirklich Christus hingegeben ist und wer nicht.

Geld ist ein weiteres wichtiges Werkzeug. Wenn die Gemeinde groß und wohlhabend ist, geben sie regelmäßig, wobei sie allmählich die Beträge, die sie geben, steigern, bis sie zu denjenigen gehören, die die Gemeinde finan­ziell am meisten unterstützen. In kleinen Gemeinden mit überwiegend armen Mitgliedern werfen sie nicht mit viel Geld um sich, aber sie erhöhen schrittweise und sorgsam ihre Gaben, bis viele Programme in der Gemeinde von ihrer finanziellen Unterstützung abhängig werden. Natürlich stellt die Bruderschaft das Geld, das sie geben, zur Verfügung, und wer Geld gibt, hat das Sagen! Unglücklicherweise trifft dies auch auf unsere christlichen Ge­mein­den zu. Man wird selten arme Leute unter den Leitern einer Gemeinde finden.

 

3.

Zerstöre die Gebetsbasis

 

»Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.« 

[Epheser 6:18]

 

Das allerwichtigste Ziel der Satanisten ist es, das Gebet der Gemeinde zu zerstören. Es gibt so viele Schriftstellen über das Gebet, dass wir nicht alle auflisten können. Eine starke Gemeinde ist eine betende Gemeinde. Gebet erfordert Selbstdisziplin, und leider verbringt die Mehrheit der Christen nur sehr wenig Zeit im Gebet. Lasst mich euch eine wahre Geschichte erzählen, wie ein Satanist die Vollmacht gerade der Gemeinde zerstörte, in der ich befreit wurde. Rebecca und ich haben ein gebrochenes Herz über das, was geschah, aber es gelang uns nicht, die Leiter dieser Gemeinde dazu zu bewegen, auf uns zu hören.

Kurz nachdem ich vollständig befreit worden war, sahen wir mit Entsetzen, dass der Hohepriester des großen und machtvollen Hexenzirkels der Stadt, in der unsere Heimatgemeinde war, anfing, die Gemeinde zu besuchen. Ich kannte den Mann und seine Familie persönlich von der Zeit, als ich noch im Satanismus steckte. Er bedrohte sowohl Rebecca als auch mich mehrmals.

Innerhalb von nur zwei Jahre zerstörten er und seine Mitarbeiter diese wunderbare und kraftvolle Gemeinde vollständig! Oftmals flehten Rebecca und ich den Pastor und einige der Ältesten unter Tränen an, zu unterbinden, was in der Gemeinde geschah, aber sie hörten nicht auf uns. Wir konnten »Roy« (der Name wurde geändert) nicht anklagen, ein Satanist zu sein, weil wir natürlich keine Beweise hatten. Unser Wort wäre gegen seines ge­standen. Aber wir versuchten mehr als einmal, dem Pastor und einigen der Ältesten aufzuzeigen, dass die Früchte seines Lebens nicht schriftgemäß waren. Folgendes war geschehen:

Roy war sehr wohlhabend. Kurz nachdem er begonnen hatte, die Gemeinde zu besuchen, trat er ihr bei. Er behauptete, in der Schrift gut gegründet zu sein und sie genau zu kennen, was auch stimmte. Er spendete der Ge­meinde große Summen, wohnte jeder Versammlung und Betätigung bei und wurde Chormitglied. Zu dieser Zeit hatte unsere Gemeinde jeden Mittwoch­abend eine äußerst kraftvolle Gebetsversammlung. Jede Woche besuchten 200 bis 300 Personen die Gebetsversammlung und beteten als ein verei­nigter Leib. Es gab solch kraftvolle Gebetsversammlungen, dass der Heilige Geist buchstäblich das Gemeindehaus erschütterte. Diese Leute nahmen das Gebet wirklich ernst.

Dann, wie zu erwarten war, erlebte die Gemeinde ein gewaltiges Wachstum. In weniger als einem Jahr wuchs die Mitgliederzahl von 300 auf über 1.000  an. Das ist eine im höchsten Maße gefährliche Zeit für jede Gemeinde. Der Pastor und die Ältesten waren nicht mehr in der Lage, jedes Mitglied persön­lich zu kennen. Anstatt die Gemeinde in Schwestergemeinden aufzuteilen, damit die Mitgliederzahl auf eine überschaubare Größe reduziert worden wäre, bauten sie an das Gemeindehaus an, und die Gemeinde wuchs weiter­hin schnell. Jeder dachte, dass sie von Gott reich gesegnet wurden – und das wurden sie auch. Aber viele der Neuen waren Satanisten, die sich als Christen ausgaben.

Knapp sechs Monate, nachdem Roy der Gemeinde beigetreten war, trat er vor die Gemeinde und erklärte, dass Gott ihm eine große Last für Amerika aufs Herz gelegt hätte. Er sagte, dass Gott von den Männern der Gemeinde möchte, dass sie einmal wöchentlich mittags zusammenkämen, um eine Stunde im Gebet für ihr Land zu verbringen. Er war bereit, die Gruppe zu leiten. Jedermann dachte, dass das doch wunderbar wäre, und Roy wurde in der Gemeinde sehr dafür bewundert. Innerhalb weniger Monate wurde er zum Ältesten gemacht und kurz darauf in das Leitergremium gewählt.

Ungefähr vier Monate nach Einführung der Gruppe »Gebet für Amerika« startete er seinen nächsten Doppelangriff. Er, seine Frau und ungefähr 20 Chormitglieder erklärten dem Chorleiter unter Tränen, dass sie aus dem Chor austreten müssten, da sie durch ihn »zu lange von ihren Familien getrennt wären«. Sie erklärten, dass es für sie eine zu große Belastung wäre, mittwochabends sowohl die Gebetsversammlung als auch die Chorprobe im Anschluss an die Gebetsversammlung zu besuchen.

Es erübrigt sich zu sagen, dass es nicht lange dauerte, bis der Chorleiter an die Ältesten herantrat, um die Chorprobe während der Gebetsversammlung abzuhalten und »natürlich ihr eigenes Gebet direkt vor der Probe zu haben«. Die Ältesten stimmten zu, und die 20 Mitglieder kamen wieder zurück. Der erste Angriff war erfolgreich gewesen. Da der Chor groß war, war ein bedeu­tender Teil der Gemeinde davon betroffen. Sie beteten nun weder selbst noch profitierten sie von diesen kraftvollen Gebetsversammlungen. Die meisten der anderen Gemeindemitglieder begannen sich zu fragen, ob die Gebets­versammlungen überhaupt so furchtbar wichtig wären.

Ungefähr einen Monat nach dem Sieg mit dem Chor griff Roy in einer gemeinsamen Versammlung der Ältesten und der Leiter erneut an. Roy erklärte ihnen, dass durch das schnelle Wachstum der Gemeinde nicht genügend Zeit dafür verwendet würde, die Einzelnen zu lehren, wie sie im Herrn wachsen und das Evangelium an andere weitergeben könnten. Er sagte, dass die Sonntagsschulen mit dieser Aufgabe einfach überfordert wären. Er betonte auch, dass sich die Mitglieder nicht mehr so persönlich kennen würden, wie das der Fall war, als die Gemeinde noch kleiner war. Alles stichhaltige Argumente. Aber seine Lösung für das Problem war, die große vereinigte Gebetsgruppe aufzulösen und alle in kleine »Jüngerschafts­gruppen« zu verteilen, wo sie »einzeln gelehrt« werden könnten, wie man »wächst und evangelisiert« und einer den anderen besser kennen lernen könnte. Der Pastor, die Ältesten und das Leitergremium ließen sich ködern.

Die Gebetsversammlung wurde aufgelöst und kleine Jüngerschaftsgruppen gebildet. Natürlich hatte Roy die Verantwortung, die Gruppen zu bilden. Die Personen, die er für die Leitung wählte, waren hauptsächlich Satanisten. Das Gebet und die Kraft der Gemeinde waren zerstört.

Rebecca und ich gingen unter Tränen zum Pastor und zu einigen der Ältesten und versuchten, ihnen anhand der Schrift zu zeigen, dass diese kraftvollen Gebetsversammlungen das Rückgrat der Gemeinde wären. Sie wollten nicht auf uns hören. Von jedem hörten wir dieselbe Begründung: »Roy weiß über die Wichtigkeit des Gebetes am besten Bescheid. Er hat doch das Gebet für Amerika“ eingeführt.« 

Viele der bewährten Christen der Gemeinde wanderten kurz darauf in andere Gemeinden ab. Innerhalb eines Jahres war die Gemeinde in einem heillosen Durcheinander. Der Pastor wurde entmutigt und verließ die Gemeinde, die Ältesten und bewährten Mitglieder der Gemeinde gingen weg, und die Kraft der Gemeinde war dahin. Siehst du, wie leicht es ist? Geschieht so etwas auch in deiner eigenen Gemeinde, oder hat es bereits stattgefunden? Verlass nicht einfach die Gemeinde, bitte stell dich hin und kämpfe gegen Satan. Gib dem Gebet wieder den richtigen Stellenwert in deiner Gemeinde.

 

4.

Gerüchte

 

Wenn einmal die Gebetsbasis der Gemeinde zerstört ist, haben die Sata­nisten freie Hand, nahezu alles zu tun, was sie möchten. Eine der einfachs­ten Dinge, die sie gebrauchen, sind Gerüchte. Loses Geschwätz ist Satans Hauptwerkzeug. Wenige Leute sind stark genug, ein Gerücht, das sie gehört haben, nicht weiterzusagen. Satanisten können leicht die Glaubwürdigkeit des Pastors und der wahren Christen in einer Gemeinde zerstören, indem sie Gerüchte in Umlauf bringen.

Wir raten allen Gemeindeleitern dringendst, sehr vorsichtig zu sein. Gehe niemals allein in die Wohnung eines Gemeindemitgliedes des anderen Geschlechts zur Hilfeleistung oder Seelsorge. Es kann dir so leicht etwas an­gehängt werden. Selbst wenn du nichts Ungebührliches oder Falsches getan hast, wer kann es beweisen? Die Laufbahn von vielen Pastoren wurde durch solch ein abgekartetes Spiel bereits zerstört. 1. Thessalonicher 5:22 sagt: Von aller Art des Bösen haltet euch fern. Jeder Christ täte gut daran, diese Schriftstelle genau zu befolgen.

 

5.

Unterrichte und verändere Lehren

 

Satanisten begehren besonders Lehrpositionen in den Gemeinden. Dort können sie enormen Schaden anrichten. Wisst ihr wirklich, wie alle eure Sonntagsschullehrer zum Herrn stehen? Wisst ihr wirklich, was sie euren Kindern oder auch sonst jemandem beibringen? Ich lehrte mehrere Jahre lang in der Sonntagsschule einer großen bibelgläubigen, charismatischen Gemeinde in meiner Heimatstadt und leitete und unterrichtete den Jugend­chor, während ich gleichzeitig Satan diente. Heute bricht es mir das Herz, wenn ich an die vielen jungen Leben denke, die ich zerstörte, indem ich sie bei diesem Unterricht für den Satanismus anwarb und die zahllosen anderen, deren Zeit ich vergeudete, indem ich ihnen nicht das wahre Evangelium von Jesus Christus lehrte.

Lasst euch nicht täuschen. Eine große Anzahl von Pastoren und Mitarbei­tern in großen und wohlhabenden Gemeinden in unserem Land sind Satanisten. Ihr Einfluss ist weitreichend, und sie können ungehindert mit ihren Tätigkeiten fortfahren, weil die Christen überall zu faul sind, ihre Bibeln zu studieren, um zu überprüfen, was sie sagen! Es gibt drei wesent­liche Gebiete, über die Satanisten vor allem Lehren:

 

a) Gebet

 

Sie machen das Gebet zu einer sehr komplizierten Angelegenheit. Sie lehren oft, dass der Gläubige erst eine ganze Reihe von Schritten tun muss, um sicher zu sein, dass er in der »richtigen« Beziehung zu Gott steht, bevor er irgendeine Kraft im Gebet hat, oder sogar bevor Gott ihn hören wird. Sie benutzen und verdrehen viele Schriftstellen, um ihren falschen Lehren einen rechtmäßigen Anschein zu geben. Zahllose Christen lassen sich entmutigen und beten überhaupt nicht mehr, weil das Gebet als eine so beschwerliche und komplizierte Angelegenheit dargestellt wird. Wir ermutigen jeden, Hebräer 4:14-16 zu studieren:

 

»Da wir nun einen großen Hohepriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, der Sohn Gottes, so lasst uns das Bekenntnis festhalten! Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde. Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe.« 

 

b) Wohlstandsevangelium

 

Eine der zerstörerischsten satanischen Lehren dieser Zeit ist das Glaubens- und Wohlstandsevangelium. Einer der besten Wege, Personen von der Be­reit­schaft abzuhalten, etwas zu erleiden, um einem Bruder heraus­zuhelfen und einen wirklichen Christen, der Verfolgung erleidet, zu entmutigen (das passiert tatsächlich jeden Tag in unserem Land), ist die Lehre, dass jeder Christ allezeit gesund und reich sein sollte. Jeder, der dies nicht ist, versagt in einem Gebiet seines Lebens. Die Schriftstellen, die die Falschheit dieser Lehre zeigen, sind zu zahlreich, um sie aufzulisten. Ein kurzer Vers, der stellvertretend für viele steht, sagt:

 

»Alle aber auch, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden.« 

( 2. Timotheus 3:12 )

 

Bitte beachte, dass hier keine Einschränkung gemacht wird, unter welcher Art von Verfolgung der Gläubige leiden wird – es könnte finanziell, körperlich oder seelisch sein.

 

c) Liebes-Lehre: »Wir dürfen niemanden richten.« 

 

Satanisten schützen sich selbst durch diese Lehre, und passive Christen möchten niemandem auf die Zehen treten. Sie möchten sich nicht damit befassen, denn sonst könnte es sein, dass ihr ruhiges, kleines, wohl­geplantes, wohlhabendes Leben vielleicht nicht mehr so ruhig und wohl­habend bleibt.

 

6.

Sprenge die Familieneinheit

 

Satan weiß, dass er die Einheit der Gemeinde und unserer ganzen Nation sprengen wird, wenn es ihm gelingt, die Familieneinheit zu sprengen. Sata­nisten, die in christlichen Gemeinden sind, setzen alles daran, um Familien auseinander zu bringen. Sie veranstalten alle möglichen Programme für Teenager, Schulkinder und Vorschulkinder. Sie entwickeln getrennte Pro­gramme für Männer und Frauen, um auch die Eltern so viel wie möglich getrennt zu halten.

Kinder haben es genauso nötig, sich Predigten anzuhören und an Gebets­versammlungen teilzunehmen, wie auch ihre Eltern. Die ganze Bibel zeigt das Prinzip auf, dass Kinder durch das Vorbild ihrer Eltern lernen. Kinder lernen sowohl Gott als auch die Gemeinde zu achten, indem sie lernen, in der Gemeinde still zu sitzen und dem Pastor zuzuhören. Sobald Programme für junge Leute angeboten werden, die sie von der Hauptgemeinde trennen, verlieren sie die Achtung vor dem Pastor und der Gemeinde. SIE müssen nicht still dasitzen und dem Pastor zuhören, er ist einfach zu langweilig. Dies ist die Haltung, die sie schnell entwickeln.

Gibt es einen besseren Weg für Kinder, das Beten zu lernen, als durch das Vorbild ihrer Eltern? Ehemänner und Ehefrauen werden ständig von Satan angegriffen. In diesen Tagen, in denen die Ehescheidung so leicht gemacht wird, müssen die Paare Zeit miteinander verbringen, um in Einheit zusam­menzustehen. Sie in der Gemeinde, für Freizeiten oder Ähnliches zu trennen, ist eine wirksame Art, schnell Keile zwischen die Ehepartner zu treiben.

 

7.

Unterbinde jede klare Lehre über Satan

 

»... damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden, denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt.« 

[2. Korinther 2:11]

 

»Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.

Weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, dass du mir nicht mehr als Priester dienst. Du hast das Gesetz deines Gottes vergessen, so vergesse auch ich deine Kinder.« 

[Hosea 4:6]

 

»Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne.« 

[1. Petrus 3:19]

 

»Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse.« 

[Johannes 3:19]

 

Eines der Hauptziele Satans und seiner Diener ist es, jede Lehre über ihn und seine Aktivitäten zu verhindern. Solange die Leute nichts über Satan wissen, kann er relativ ungehindert alles tun, was er will. Satanisten wird immer befohlen, jegliche Lehre über Satan in den Gemeinden, die sie besu­chen, zu verhindern.

Es gibt viele Gründe, die sie als Ausreden anführen. Sie sagen, dass jede Lehre über Satan ihm Ehre gibt, die Gedanken der Leute vom Herrn weg­lenkt und Personen der Versuchung aussetzt, sich Satan zuzuwenden etc. etc., die Ausreden nehmen kein Ende. Gottes Wort spricht dagegen ganz klar und viel von Satan und warnt uns, dass unser Feind uns sicherlich über­legen sein wird, wenn wir ihn nicht kennen.

Ein einfacher Zauberspruch eines hohen Satanisten wird jeder Person, die die Gemeinde des Satanisten besucht, einen Dämon zuweisen. Die Aufgabe des Dämons besteht darin, aufzupassen und in dem Augenblick, wenn irgend jemand etwas über Satan sagt, Gedanken in den Verstand der Person hineinzusenden, sie sollte doch nicht hinhören, wenn es um Satan ginge.

Hab Acht, gerade die Gemeindemitglieder, die sich am lautesten über jedes Lehren über Satan und seine Taktiken beklagen, werden sich möglicher­weise selbst als Satanisten entpuppen.

 

8.

Direkte Angriffe gegen leitende Mitglieder der Gemeinde durch Schwarze Magie

 

Dies ist ein weiterer Grund, warum Gebet so wichtig ist. Jeder Pastor, Ge­meindeleiter und Gemeindemitglied, die wirklich für den Herrn und gegen Satan eintreten, werden mittels Schwarzer Magie gewaltig angegriffen werden.

Sie werden von allen möglichen körperlichen Krankheiten heimgesucht wer­den, von Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, von Verwirrung, Müdigkeit, Schwierigkeiten im Gebet etc. Die Leiter einer Gemeinde müssen beständig durch die Gebete und Fürbitte der Gemeindemitglieder unterstützt werden. Sobald einmal diese Gebetsbasis verloren gegangen ist, stehen der Pastor und die Leiter diesen Angriffen allein gegenüber. Oftmals werden sie über­wältigt. Deshalb bat Paulus seine Mitchristen am Ende fast jedes seiner Briefe, für ihn zu beten.

 


Quelle: Dr. Rebecca Brown in  Er kam, um die Gefangenen zu befreien


 


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