Im Juli 1988 geschah etwas, was unser gemeinsames Leben verändert hat. Eines der Teammitglieder, eine Schwester, litt unter einer massiven geistlichen Attacke. Es begann nachmittags, und abends um 19 Uhr ist sie gestorben. Sie war ein sehr wichtiges Mitglied in der Gruppe. Dies war ein Schock für uns, weil es uns in einer Zeit des großen Drucks und der Verfolgung traf. Wir standen alle um sie und beteten; doch es half nichts. Alle begannen zu weinen. Aber ich empfand im Geist, wenn wir jetzt großen Lärm machen würden, hätten wir den Moment verpasst. Wenn wir aber zu Gott rufen könnten, gäbe es vielleicht eine Chance. Deshalb sagte ich zum Team: Lasst uns ernstlich beten, vielleicht geschieht ein Wunder.


Nach zwei Stunden Gebet ging ich im Glauben zu ihr hin, um ihr die Hand aufzulegen. Die Bibel sagt doch, wir sollen Tote auferwecken. Sie lag immer noch wie am Anfang zusammengekrümmt in der Ecke. Ich legte meine Hände auf ihren Rücken und spürte, dass der Leichnam schon am Erkalten war. Es durch-schauerte mich, und ich brach in Tränen aus. Ich sagte nicht mehr: »Herr, bring sie zurück, hilf uns.« Es war, als ob alle Hoffnung in mir versagen würde. Nur eines half mir, weiterzubeten: meine Beziehung zu Jesus. Es war mir, als wenn ich ihm in die Augen schauen würde. Und ich fragte: »Warum geschieht uns das? Was sagen wir den Leuten, wenn sie dies oder jenes fragen?« Es waren ernste Fragen, die ich Gott stellte. Im Tiefsten hatte ich die Hoffnung: vielleicht hilft der Herr uns doch in seiner Gnade. 


Etwa um Mitternacht nahm ich die Hand meiner leiblichen Schwester, die auch dabei war. Sie war eine Freundin der verstorbenen Brossy. Wir gingen miteinander auf die Knie und beteten in tiefster Fürbitte vor Gott, aber im Grunde des Herzens waren wir verzweifelt. Ich erinnerte mich mit einem Blick auf die Uhr, dass es schon 3.00 Uhr morgens war und wollte den Leichnam ausstrecken, weil er so verkrümmt war. Aber niemand wollte helfen. Ich zitterte und betete: »Herr, stärke mich« und brach wieder in Tränen aus. In diesem Moment hatte ich einen lauten Schrei in mir. Mein erster Gedanke war: Es ist vielleicht eine dämonische Attacke. Ich öffnete meine Augen und sah, dass etwas von oben herab mich treffen würde, konnte aber nicht realisieren, was es war und habe die Hände erhoben, um meinen Kopf zu schützen. Da ging ein Wort wie ein Schwert durch mein Herz: »Sie ist am Leben!« Als ich die Augen öffnete, lag der Leib, der zuvor gekrümmt war, ausgestreckt in meinen Händen. Zunächst war kein Leben da, doch hörte ich diese Stimme: »Sie ist am Leben!« Als ich sie anschaute, bemerkte ich ein großes Lächeln, ein tiefes Einatmen, Aufschnaufen, und sie begann zu atmen. Ich rief: »Sie ist am Leben!« Alle anderen rannten weg, aber auf meinen Schrei kamen sie zurück und schauten die Schwester an. Sie versuchte, etwas zu sagen, doch die Stimme war weg. Ich hielt meine Ohren an ihren Mund, und sie flüsterte: »Ich habe den Herrn gesehen, und ich habe Gnade vor seinen Augen gefunden.« 

 

Alle weinten lange, und dann begannen wir, den Herrn anzubeten. Wir sangen ein Lied nach dem anderen, und während dem Gesang bekam sie ihre Stimme wieder. Danach war der neue Tag schon angebrochen. Wir sind alle vor Ermattung eingeschlafen und erst am Mittag um 2.00 Uhr erwacht. Als wir aufwachten, saß Brossy da, und ich fragte sie: »Wo warst du? Was ist in diesen Stunden geschehen?« Sie begann zu erzählen, wo sie war. Ich kann es nicht wiederholen wie sie es wiedergeben würde. Zwei Jahre danach haben Brossy und ich geheiratet. Wir lebten zusammen bis zum Mai dieses Jahres (2000), wo der Herr sie wieder wegnahm. Und wir mussten sie loslassen. Das war das dritte Ereignis, was eine grundlegende Veränderung in mein Leben brachte. 


Brossy berichtete: Als sie den Leib verließ, fand sie sich in einer anderen Welt wieder. Es war ein gedämpftes Licht in dieser Welt. Sie sah viele uralte Bäume. Es war eine Angst erregende Welt mit einem ganz faulen Gestank. Von Herzen war es ihr verhasst, an diesem Ort zu sein. Schwarze Wesen sammelten sich um sie, und sie begann, vor ihnen wegzulaufen. Zu Tausenden kamen sie hinter ihr her. Sie lief nicht auf natürliche Art, sonder floh weg. 


Dann geschah etwas, was sie nicht erklären konnte: Sie sah sich wieder in einer anderen Welt. Hier war es heller als das Sonnenlicht, hell und glänzend. Als sie sich umschaute, sah sie einen Engel auf sich zukommen. Er sagte: »Noch ist deine Zeit nicht, zu kommen. Aber du bist gekommen, und ich bin gesandt, dir zu begegnen. Komm, lass uns gehen.« Sie folgte ihm. An der Seite sah sie Graswiesen so schön und sanft, wie sie es nie gesehen hatte. Ihr ganzes Sein wollte nur dort hingehen und sich auf das Gras legen. Von Herzen sehnte sie sich danach, es nur zu berühren. Der Engel sagte aber, das sei ihr nicht erlaubt. Im Weitergehen veränderte sich die Szene. Sie erkannte Blumen, Hügel mit Blumen über Blumen in allen Farben und Arten, wie sie es bisher noch nie gesehen hatte, wunderschön und harmonisch. Sie hätte Tage dort stehen können, nur um sie anzuschauen. Der Duft jeder Blume war anders und doch so harmonisch. Sie bat den Engel: »Bitte, lass sie mich ein wenig berühren.« Er sagte aber: »Das darfst du nicht.« Nur riechen wollte sie. Doch der Engel sagte: »Lass uns gehen.« Sie gingen weiter, und plötzlich war ein anderer Engel da – größer, stärker, herrlicher. 

 

Als sie vor ihm stand, trat der erste Engel zurück. Der zweite Engel sagte: »Ich bin zu dir gesandt, dich weiterzuführen.« Sie gingen zusammen weiter. Dann hat sich die Szene wieder verändert. Plötzlich sah sie um sich herum eine Stadt aus Material, das sie nicht erklären konnte, so herrlich, durchsichtig, sie konnte durch die Wände sehen. Die Straßen waren aus durchscheinendem Gold. Sie sah, dass das Gold nie aufhörte und empfand: »Da darf ich nicht drauftreten.« Als sie dies sagte, liefen dem Engel Tränen über die Wangen, und er sagte zu ihr: »Kinder des Königreichs, wenn ihr nicht in euer Erbe tretet, wer wird dann das Erbe nehmen? (Dies hatte sie da noch nicht recht verstanden.) Seht ihr, das kommt, wenn ihr euch nicht entscheidet, zu überwinden.«

 

Der Engel sagte weiter: »Komm, wir müssen gehen.« Als er sagte: »Komm«, kam Kraft in ihren Körper, und sie wurde auf die Straße bewegt und ging ihm nach. Als sie sich umschaute, sah sie Dinge, die sie sich nie hätte vorstellen können. Ich will gar nicht versuchen, es zu erklären, denn das kann ich nicht.

 

Dann veränderte sich die Szene wieder. Sie sah eine massive Halle, an deren Ende war es, als ob die Sonne scheinen würde mit vielen blauen Strahlen. Sie gingen darauf zu. Als sie näher kamen, realisierte sie, dass es ein Thron war, auf dem der Herr saß. Licht ging von dem Thron aus. Sie bemerkte, dass sie in einem großen Saal war mit Tausenden von Menschen zu beiden Seiten. Nun kam der Augenblick, wo sie vor dem Thron stand [...] Flammen kamen aus dem Thron. Es war kein verzehrendes Feuer, es war Herrlichkeit. 

 

 

Darauf hörte sie eine Stimme vom Thron, die ihren Namen rief. In diesem Moment war jeder Name, den sie kannte, in ihr ein Widerhall, und ihr Leben, von Kindheit an, stand vor ihr. Es war nicht wie ein Video, es zog nicht an ihr vorüber – es ist einfach zurückgekehrt, und sie wusste alles! Alles, jedes Detail, das je geschehen war in ihrem Leben, konnte sie sehen – klar, lebendig, neu, frisch in sich selber. 

 

Jetzt sagte der Herr zu ihr: »Ich habe dich gerufen. Ich habe dir etwas aufgetragen, das du in deinem Leben ausführen solltest. Ich habe dich ausgerüstet und dir Gelegenheiten geschenkt.« Und er streckte seine Hand aus und sagte: »Gib mir die Frucht davon!« Dieses Wort wiederholte sich in ihr wie ein Echo. Immer wieder sprach dieses Wort: »Gib mir die Früchte!« Dann begann er, die spezifische Berufung, die auf ihrem Leben lag, zu beschreiben und die genaue Gabenstellung, die er ihr gegeben hatte. Und wieder sagte er: »Gib mir die Früchte!« – Darauf begann er die Zeit anzusprechen, in der sie um Hilfe gerufen hatte, vorwärts zu gehen. Er zeigte ihr, dass er in jedem Moment ihre Gebete erhört und beantwortet hatte. Und er wiederholte: »Gib mir die Früchte!« Er wies sie dann auf die Zeiten hin, wo sie ihn gebeten hatte, seinen Willen zu verstehen. Jeder einzelne Moment kam ihr wieder zum Bewusstsein. Gott hatte die Gebete beantwortet, und er sagte: »Gib mir die Früchte!« Auf all die Fragen konnte sie nicht eine Antwort geben.

 

Er ließ sie wissen: »Du hast in deinem Leben die großartigste Gabe bekommen: die Gabe der Errettung. Aber du hast dir erlaubt, den Lügen Glauben zu schenken. Du bist von meinem Wort abgewichen und hast nach Menschensatzungen gelebt. Obwohl du konstant mein Wort hattest, bist du fortgefahren, nach Menschen-meinung zu leben. Sehr oft habe ich dir mein Wort gesagt durch Prediger, durch Visionen und innere Offenbarungen. Jedes Mal warst du begeistert, aber du bist mir nicht gefolgt und hast menschliche Systeme bevorzugt. Jedes Mal hast du meine Angebote abgelehnt. Nun zeige mir die Frucht deines Lebens!«

 

Da stand sie jetzt. Sie berichtete: Bevor er begann, sie zu fragen, hatte er ein sehr großes Buch. Als er es öffnete, brachen blaue Lichter hervor, Strahlen. Und er war am Schreiben in diesem geöffneten Buch. Als er fertig war mit Fragen, schloss der Herr das Buch und öffnete ein anderes, riesiges, schwarzes Buch. Aus jeder Seite brach Donner hervor, und auf jeder Seite waren laute Schreie von menschlichen Stimmen zu hören. Wieder schrieb er in eine Seite und sagte: »Ein Baum, der keine Frucht bringt, wird abgeschnitten, weggenommen und ins Feuer gewor-fen.« Dann schloss er das Buch.

 

Plötzlich war der Engel hinter ihr und sagte: »Lass uns gehen!« Sie wandten sich um, und die Szene veränderte sich. Sie ging wieder auf den goldenen Straßen. Dort hörte sie Menschen auf beiden Seiten singen, wunderbarste Musik, die sie nie gehört hatte. Alles in ihr wollte dorthin. 

 

Nun erblickte sie eine Wegkreuzung. Eine Straße deutete in die Richtung, aus der die Stimmen kamen, die andere in eine andere Richtung. Sie bewegte sich auf die Stimmen zu, aber der Engel sagte: »Hier entlang!« Am Ende dieser Straße konnte sie einen großen Taleinschnitt sehen. Es war dort wie ein großer Ofen. Sie konnte die Flammen nicht sehen, aber das Glühen. Es reichte bis zum Himmel.

 

 

Als sie sich darauf zu bewegte, begann sie die Hitze zu spüren, obwohl das Tal weit weg war. Schließlich wurde diese Hitze unerträglich. Sie wandte sich um und wollte dem Engel sagen, dass sie nicht dorthin wollte, doch da bemerkte sie, dass der Engel zurückgeblieben und sie allein war. Sie wollte zu ihm zurück, doch der Engel streckte seine Hand aus und sagte: »Geh!« Auf das Wort kam Kraft in sie, die sie hochhob und nach vorn warf. Sie geriet in Panik, stand auf und wollte wieder zurück. Der Engel sagte aber: »Geh!« Und ein zweites und drittes Mal wurde sie weiter nach vorn geworfen durch diese Kraft. Beim dritten Mal glaubte sie, in dieses Tal hineinzufallen. Es war so heiß und fühlte sich an wie flüssiges Feuer, als wenn sie in einem Feuersee wäre. Doch als sie sich umwandte, erkannte sie, dass das Tal immer noch weit weg war. In dem Moment hatte sie empfunden, dass ihr ganzes Sein verglühte und sie in Flammen ausbricht.

 

Aus dem Tal hörte sie jetzt Stimmen in allen möglichen Tonarten um Wasser schreien. Sie empfand, als ob sie als Flamme auseinanderbrechen würde und fragte sich: Was soll ich tun?« Nach allen Seiten begann sie zu glühen, und sie schrie unter »Schmerzen: »Ich vergehe!« Diese flüssige Hitze kam in sie hinein, und sie spürte, wie es bis an ihr Inneres drang, zuletzt bis in die Füße. Sie schrie wieder, und dann brach sie zusammen. Als sie da lag, fragte sie sich selbst: »Was habe ich getan, dass ich das verdiene?« Sofort kam ihr Leben zurück: Ihr ganzes Leben war eine Kette der Entschuldigungen. Selbst beim Anschein, Gott gehorsam zu sein, hatte sie an innerer Hingabe zurückgehalten. Ihr Leben war eine Kette von Ungehorsam, Widerstand und Rebellion gegen Gott. Alle Entschuldigungen, die Gründe, die sie vorbrachte, den Willen Gottes nicht zu tun, kamen einer nach dem anderen zu ihr zurück. Sie sah nun, wie alles zu dünner Luft wurde und alles verschwand. Sie erkannte: Vor Gott wird keine Entschuldigung standhalten, keine Begründung wird bestehen können. Ihr letzter Gedanke war: »Oh, was für eine Täuschung! Das ganze Leben gelebt und nie gewusst, dass ich eine Lüge lebe.«


Meine Theologie, die ich damals hatte, wurde genauso über den Haufen geworfen. Mir wurden ebenfalls viele Dinge beigebracht. Doch was mir geholfen hat, geschah drei Monate davor, wo der Herr mich besuchte und mir die Lügen, diese falschen Darstellungen, zeigte. Der Herr sagte mir: »Du lebst in deiner Errettung vor Menschen. Aber ich habe dein Leben angeschaut vor meinem Vater und finde nichts Annehmbares darin. Wenn du zurückkämst und mein Wort neu liest, wie das Leben eigentlich ist, wirst du sehen, dass es etwas ganz anderes ist, als was du gelebt hast. Weil du mein Wort verworfen hast, hast du den Stand, vor meinem Vater ein Wohlgeruch zu sein, auch verworfen.« Als der Herr mir im April begeg-nete, sagt er mir: 

 

»Du lebst andauernd in Sünde, erfreust dich daran, bist stolz darüber

und machst keinerlei Anstrengungen, davon loszukommen.

Du hast die Gabe der Errettung und der Vergebung verschlossen.« 

 

Ich antwortete Ihm: »Aber Herr, ich bemühe mich doch nach bestem Gewis-sen.« Doch als Gott mir dies offenbarte, dämmerte mir, dass es nicht um Aktionen geht. Ich war sehr bemüht, äußerlich große Taten zu tun. Gott offenbarte mir mein Herz, die Motive, die Vorsätze des Herzens. Er hat es auseinander genommen und mir gezeigt, dass nichts dahinter gut ist. Er sprach: »Es ist nicht so, dass du meinen Weg nicht gehen könntest, sondern du hast ihn abgelehnt.« Gott rief mich zu sich selbst zurück und zeigte mir:

 

Errettung ist eine persönliche Beziehung zwischen dir und Gott,

nicht Traditionen, die Anhäufung von Dingen, die wir tun sollten,

nicht die Methode einer Anbetung.

Das hat nichts damit zu tun, das ist Religion.

Errettung ist eine Beziehung der Intimität und der Treue.

Deshalb konnte ich verstehen, was Brossy berichtete. 

 

Ich weiß nicht, was ihr darüber denkt. Sie lag da und erkannte alle Täuschungen und Lügen, mit denen sie gefüttert war und nach denen sie lebte. In ihrem Herzen sagte sie sich: »Ja, Gott ist ein gerechter Richter. In seinem Richten ist er immer noch gerecht.« In dem Moment hörte sie wieder ihren Namen rufen. Sie war zu schwach, um sich zu erheben. Die Stimme rief wieder ihren Namen und sagte: »Komm!« Dies geschah dreimal, und sie kam wieder zu dem Engel. Er schaute ihr in die Augen und war am Weinen, vergoss Tränen und sagte: »Du hast Gnade vor dem Herrn gefunden.« Dann legte er seine Hand auf ihre Schulter, und in einem Moment war die ganze Hitze abgekühlt. Er sprach: »Lass uns gehen.« 


Als sie gingen, hat sich die Szene wieder verändert, und sie standen vor dem Thron. Dieses Mal konnte sie den Herrn klarer sehen! Sie stand da, und er schaute sie lange Zeit an. Dann hatte er ein Lächeln, rief wieder ihren Namen und sagte zu ihr: »Du hast Gnade gefunden in meinen Augen. Ich erlaube dir zurückzukehren. Aber es wird nur für kurze Zeit sein. Ich werde dich wieder rufen.

 

Geh und sag meinem Volk:

Geht zurück zum Wort! Tut Buße über diese menschlichen Systeme.

Sie sind vor mir ein Gräuel. 

 

Tut Buße, und kehrt zu mir um. Niemand außer mir, kein System kann retten. Lies das Wort nicht, wie Leute es dir beibringen – lies das Wort, und glaube, was es sagt. Es ist Leben im Wort! Und finde Errettung im Wort! Geh und sag meinem Volk: Errettung geschieht nicht durch Taten, es ist eine Herzenssache. Ich prüfe das Herz und sehe zerstörte Herzen. Ich sehe heuchlerische Herzen, Herzen, die das Spiel Luzifers spielen, die sich selbst zu Gott auf dieser Welt machen, versuchen zu regieren, wo ich regieren soll! Sie werden das gleiche Gericht erfah-ren wie Luzifer. Geh, rufe mein Volk zu den Grundlagen zurück! Zur einfachen Beziehung mit Gott! Nimm mein Wort so, wie es ist. Versuche nicht, es zu drehen und zu wenden.« [...] Und dann sprach er zu ihr: 

 

»Sag meinem Volk, dass die Zeit sehr knapp ist.

ICH  KOMME  BALD !

Aber ich sehe nicht die Bereitschaft in meinem Volk.

 

Sag meinem Volk: Ich verlange von ihm zwei Dinge: Treue im Wandel vor mir, aber auch Gehorsam gegen meine Berufung. Sag ihnen, dass jeder, wenn er vor mir steht, nicht nur über das persönliche Leben Rechenschaft abzulegen hat, sondern auch über die Gabe der Berufung, die ich auf das Leben gelegt habe. Sage ihnen, dass das Gleichnis von den Talenten nicht vergeblich im Wort Gottes steht. An dem Tag, wo sie vor mir stehen, werde ich um diese Talente bitten.«

 

Er eröffnete ihr: »Du hast in meinen Augen Gnade gefunden und wirst Grace (Gnade) genannt. Ich erlaube dir, noch eine kurze Zeit auf der Erde zu sein und rufe dich bald zurück. Wenn du wiederkommst, wirst du so wie jetzt vor mir stehen. Und ich werde die gleiche Frage stellen: Gib mir die Früchte deines Lebens!« Darauf sagte er: »Geh, und schau auf diese Uhr!« Über dem Thron war etwas wie eine Uhr, aber nicht, wie wir sie auf Erden haben. Aber sie hatte die Zeit verstanden und sah, dass nur noch eine kurze Zeit übrig blieb, bevor er kommen wird. Er sagte: »Sage es ihnen zum Zeugnis, ob sie es glauben oder nicht.« 

 

 

Daraufhin ging sie mit dem Engel weg. Sie trafen den ersten Engel wieder, der sie weiterführte bis dahin, wo er sie aufgenommen hatte. Er verabschiedete sich mit den Worten: »Geh! Aber sei dieses Mal treu!« – Dann war alles verschwunden. Das Nächste, was sie bemerkte, war, dass sie sich in der Luft über dem Haus, wo wir waren, befand. Für einen kurzen Moment hielten sie an, und sie bemerkte, dass zwei Engel bei ihr waren, die sich in dem Augenblick vor ihr her bewegten. Sie konnte in das Gebäude hineinsehen und jeden erkennen, auch ihren Leib. Sie sah, wie ich meine Hände hoch hob und um Kraft bat. Die Engel kamen direkt zu dem Leichnam. Er wurde von ihnen hochgehoben und ausgestreckt. In diesem Augenblick wurde sie in der Luft wieder mit ihrem Körper vereint. Auch sie hatte diesen lauten Schrei gehört. Ich weiß nur nicht, wessen Schrei es war. Habe ich geträumt, oder hat sie geträumt? 


Ihr Leben hatte sich völlig verändert. Wenn sie diente, ist die Herrlichkeit Gottes zu uns gekommen. Heilungen, prophetische Einsicht kam auf Leute, und die Um-gestaltung von Leben hat stattgefunden. Es war erstaunlich. Wir hatten vor, mit ihr im Mai 2000 nach Europa zu kommen. Sie sollte das Anbetungsteam leiten. Einige Wochen davor hat sie aufgehört, zu den Übungsstunden zu kommen, ebenso zu den Vorbereitungstreffen. Sie hörte sogar auf, am Gebet teilzunehmen. Ich sagte: »Brossy, denkst du nicht, dass du die Vorbereitungszeit verpasst?« Sie erwiderte: »John, Gott möchte, dass ich vor ihm bin, und das werde ich tun.« Ich habe es respektiert. Das Anbetungsteam musste allein gehen. Ich fragte: »Warum gehst du nicht mit, um die Anderen wenigstens zu ermutigen?« Sie gab zur Antwort: »Ich habe Julias alles gezeigt. Wenn ich mit dem Gebet durch bin, dann werde ich den Herrn sehen.« Später, als Brossy schon beim Herrn war, hat Julias mir gesagt: »Mami hat mir zwei Tage lang alles beigebracht, was wir tun sollen, über die Mission in Deutschland und die Zukunft des Dienstes.« Weniger als einen Monat später ist sie verstorben.  

 

Brossy hatte etwa fünf Dienste angeleitet. Und für jeden Dienst hat sie jemanden gerufen und ihm den Mantel im Gebet übertragen. Die letzten paar Tage fastete und betete sie. Mehr als zwei Monate verbrachte sie die Nacht vor dem Herrn. Ich war einige Tage fort. Vor ihrem Heimgang rief sie mich um 1.00 Uhr morgens an: »John, du kannst dir nicht vorstellen, was geschehen ist.« Sie berichtete mir, wie der Herr in unser Haus kam und seine Macht ins Schlafzimmer auf die Betten der Kinder kam. Sie begannen zu beten, wie sie nie zuvor gebetet hatten. Die Kraft Gottes erfüllte das ganze Haus. In einem Flügel des Hauses hatten wir Gäste. Sie sind aufgewacht, hinaus gegangen, auf ihr Angesicht gefallen und haben zu Gott gerufen. Es war auch ein Ehepaar dabei, welches ins Wohnzimmer kam, wo sie auf ihr Angesicht fielen. Sie waren am Ringen mit Gott und begannen für Uganda zu beten, stundenlang für unsere Nation, dass Gott sie verschonen möge. Selbst die Jüngsten, Dreijährigen, beteten. Dann begannen sie, für andere Nationen zu beten, vor allem für Deutschland. Sie beteten prophetisch und gingen mit tiefen Dingen um. 


Meine Frau sagte: »Bitte, John, komm zurück! In diesen Tagen müssen wir zusam-men sein.« Ich kam am nächsten Tag heim, und sie erzählte mir die Dinge, die der Herr zu ihr gesprochen hatte. Sie sagte: »Wir müssen jetzt zwei Tage zusammen vor dem Herrn verbringen.« Ich entgegnete ihr: »Lass uns das am Montag tun, morgen muss ich in der Gemeinde sein.« Sie aber fragte: »Was ist denn wichtiger: in der Gemeinde zu sein oder da, wo Gott dich haben will?« Darauf sagte ich: »Brossy, das musst du doch verstehen. Ich war in letzter Zeit nicht da.« Sie sagte: »Okay.« An diesem Abend wurde ich krank und konnte am Morgen nicht aus dem Bett steigen und nicht zur Gemeinde gehen. Sie fragte: »Warum versuchst du nicht, mit mir zu beten?« Ich bin aufgestanden, und wir beteten zusammen durch bis Montagmorgen. Da kam der Herr! Wir haben ihn nicht mit unseren Augen gesehen, aber die Kraft der Gegenwart Gottes kam auf unser Haus. Ich bin zu einer Seite gefallen und sie zur anderen; beide zitterten wir. Wir konnten den Herrn reden hören. Er erklärte uns viele Dinge in Bezug auf Deutschland. Die ganze Woche verbrachten wir miteinander, und am Sonntagmorgen ging sie heim zum Herrn. 


Ich habe empfunden, dass ich euch etwas aus Brossys Leben mitgeben soll und frage euch: Wie steht ihr ernsthaft mit Gott? Wenn ihr in euer Herz schaut und das Wort Gottes bedenkt, würdet ihr sagen: Ich bin bereit, dem Herrn zu begeg-nen? Wie viele Dinge tun wir einfach, weil sie von Menschen erwartet werden? Wie viele Dinge, weil sie einfach der Tradition entsprechen und es dem System gemäß so abläuft? Veränderung ist kostspielig auf verschiedenste Art. Was ist besser: die Kosten jetzt zu bezahlen oder zu warten, bis wir dem Herrn begegnen? 


Was passiert, wenn du dem Herrn begegnest und entdeckst, dass dein Leben eine Kette voller Entschuldigungen ist und du nicht mit dem Herrn gegangen bist? Schlussendlich hast du eine Lüge gelebt. Nicht, weil du die Wahrheit nicht gekannt hast, sondern weil du dich entschieden hast für die Begründungen in deinem Verstand gegen das Wort Gottes. Wie viele Dinge gibt es in unserem Leben, die gegen den Willen Gottes sind, und wir tun sie dennoch. Wie oft sind wir hungrig nach Gott, und dennoch wollen wir, dass er tut, was wir wollen: »Herr, mach es so – tu das.« Wann hören wir auf, selber das Zepter in die Hand zu nehmen und lassen zu, dass er regiert? Wann erlauben wir je, dass er das System kontrollieren darf? Wann lassen wir zu, dass das Licht in die tiefsten Herzensbereiche scheinen darf? Der Geist des Herrn sagte mir heute Morgen: »Hier geht es um das Persönliche. Die Menschen sind nicht bereit, nur einmal anzufangen, die Lasten der Nation vor mir hochzuhalten. Es geht um das einzelne Herz.«


Ich kenne deine Theologie nicht. Vielleicht werde ich euch nicht mehr sehen. Ich möchte nur etwas sagen: Ich möchte vor Gott stehen und einmal nicht von ihm hören: »Warum hast du es ihnen nicht gesagt?« Ich weiß nicht, ob deine Theologie mit dem, was ich sage, übereinstimmt. Mir ist es wichtig, dass ich getan habe, was mir aufgetragen wurde. Ihr Lieben, Christentum ist nicht europäisch, nicht west-lich und nicht afrikanisch. Es geht nicht darum, was wir sein wollen, sondern es geht um Gott. Alles wird vergehen außer Gottes Wort. Eines Tages wirst du dort stehen, wo Brossy stand. Ich weiß, dass ich da stehen werde. Ich habe ihn gese-hen, als er zu mir sprach, und ich sah, dass meine Errettung, wie ich sie lebte, wie Wachs war. Ich möchte euch einladen: Vergebt jedem! Vergib deiner Frau und deinem Ehemann! Vergib deinem Nächsten, deinem Pastor, deiner Familie. Eines Tages wirst du vor ihm stehen. Ich weiß, dieser Augenblick wird von diesem Tag an wieder für dich zurückkommen. Und vielleicht wird der Herr sagen: »Gib mir die Frucht!« Du fragst vielleicht: »Was soll ich tun?« Zurück zum Wort, zurück in die Beziehung mit Jesus! Was immer uns zurückhält, es ist unsere Wahl, ob wir das wählen oder Jesus. 

 


Quelle: Glaube.de [gekürzt] |  Bilder: Imagens Biblicas | Foto: © rolffimages - Fotolia.com


 


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