Himmelszeichen 

 

»Bevor sich in einer Stadt oder einer Provinz große Dinge ereignen, erscheinen Zeichen, die sie ankündigen, oder es tauchen Leute auf, die sie vorhersagen. Woher dies kommt, weiß ich nicht, aber was man an alten und neuen Zeichen sieht, ist, dass kein schwerwiegendes Ereignis geschehen kann, ohne dass ein Mensch, eine Offenbarung, ein Wunder oder ein Himmelszeichen es ankündigt.«

(Machiavelli)

 

»Wenn sogar das künstliche Licht aufhören wird, euch zu Diensten zu sein, wird das große Ereignis am Himmel nahen.«

(Johannes Friede – 19. Jahrhundert)

 

(Beschreibung der Zeit, die dem Himmelszeichen vorausgeht)

»In der Kirche spielen sie Tanzmusik, und der Pfarrer singt mit. Dann tanzen sie auch noch, aber draußen wird das Himmelszeichen stehen, das den Anfang vom großen Unheil ankündigt. Es steht gegen Norden ein Schein, wie ihn noch niemand gesehen hat, und dann wird ringsum das Feuer aufgehen.«

(Sepp Wudy – 1912)

 

»Schau empor, erkenne das Sternbild der himmlischen Krone dort mittagswärts von deinem Scheitelpunkte. In dieser Sternenkrone wird ein neues Juwel eingesetzt werden und ein Stern hell glänzend da erscheinen, wo du jetzt nur die unerforschte Bläue des Weltenraumes erblickst. Wenn dieser Stern als weithin leuchtendes Feuerzeichen erscheinen wird, dann ist die Zeit nahe, wo jene Tage über die Menschheit kommen werden. Dann sind die Tage vieler gezählt wie die Tage der Ernte, wenn der Schnitter die Sichel wetzt.«

(Hepidanus von St. Gallen – 1083) 

 

»Viele und schreckliche Zeichen werden am Himmel erscheinen. Die Sonne wird sich verdunkeln und sich blutig rot färben. Zwei Monde zugleich wird man vier Stunden lang sehen, umgeben von erstaunlichen Dingen. Mehrere Sterne werden zusammenstoßen zum Zeichen der Zerstörung fast aller Menschen.«

(Caesarius von Heisterbach – 1180-1240) 

 

»Es werden die Menschen gewarnt werden durch Seher und besondere Zeichen am Firmament, woran sich aber nur die wenigen Meinen kehren werden, während die Weltmenschen das alles nur für seltene Wirkungen der Natur ansehen werden.«

(Jakob Lorber)

 

 

»Die Menschen gewahren es nicht und leben in ihrem Treiben fort. Endlich rötet sich der Himmel an einer Stelle, ein feuriger Kern wird sichtbar, dunkelrot glühend und wächst, bis er wie eine feurige Rute sich von einem Ende bis zum anderen zieht. Die Ängstlichen beginnen nachdenklich zu werden, und ein unheimliches Grauen ergreift sie. Der Leichtsinn spottet der drohenden Erscheinung. Die frommen Gelehrten schlagen in ihren Büchern und alten Chroniken nach und wissen nicht, wie sie es anders zu deuten haben, als auf einen Vorboten von besonders unglücklichen Ereignissen, welche die nächste Zukunft bringen werde nach dem Vorgange früherer Jahrhunderte. Die sich aber weise und klug dünken, sprechen: Was geht dieser Komet die Erde an, der gehört nicht zu unserer Welt und kann uns keinen Schaden bringen.«

(Alpenschäfer Hanns Tobias Velten – zwischen 1865-1877)

 

 

»Aber in derselben Stunde, wo im Geiste dies geschehen,

ward ein schrecklich Feuerzeichen an dem Firmament gesehen.

Ähnlich einem Tafeltuche hing es nieder von den Sternen,

und es ward herabgelassen aus des Himmels tiefsten Fernen.

Aus dem Tuche steigen Nebel auf samt Rauch und Feuerflammen,

und es wickelt wie ein Balken plötzlich sich das Tuch zusammen.

Eins der Enden von dem Balken hat ein Kronenreif umfangen,

doch am andern Ende sah man eine Geißel Gottes hangen.

Lange sah man diesen Balken waagerecht am Himmel glühen

und die Geißel hochgeschwungen Feuerfunken niedersprühen.

Endlich sah man noch den Balken in ein Schlachtschwert sich verändern,

welches blutrot aufgehoben über Städten hing und Ländern.«

 

(Pfarrer Franz Sales Handwercher – 1792-1853)

 


Bild: © Daniel Schmid - Fotolia.com


 


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