Umkehrschub

 

»Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben ... und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des Herrn, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch gehandelt hat; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden!«

(Joel 2:25/26)

 

 

Im Gebet zeigte mir der Herr neulich, dass er den Prozess des »Gefressen-worden-seins« von sooo vielen »Fressern« und »Parasiten«, von zahllosen negativen Mäch-ten und Mustern umkehrt in sein Gegenteil. Er setzt all die in den Schmerzen, Ängsten und Niederlagen gespeicherten Energien frei und benutzt sie zu einem »Umkehrschub«, der gerade dort, wo ich geschwächt und geschädigt bin, alles in sein Gegenteil umkehrt. Wow!

 

Im Geist sah ich, wie Jesus mich in meine Einzelteile zerlegte, die Teile überprüfte, reinigte und reparierte, um mich dann wieder zusammenzusetzen. Ich denke, dieser Zerlegungsprozess hat viele Jahre gedauert, ebenso die Reinigung und Re-paratur der beschädigten Teile. Aber nun ist es Zeit, alles wieder zusammen-zufügen, denn nun bin ich bereit für den Umkehrschub!

 

Ja, man muss dafür bereit werden. Oft beten wir um Kraft, aber wenn sie dann kommt, sind wir nicht bereit dafür, und sie überrollt uns regelrecht. Wir beten um »Regen«  und er kommt, aber unser »Gefäß« ist rissig, und wir können das Wasser nicht halten. Wir beten um Feuer, und wenn es dann fällt, verbrennt vieles in unserem Leben, vielleicht mehr, als wir gemeint haben, denn es war nicht feuertauglich. So müssen wir der Möglichkeit ins Auge sehen, dass wir für die Herrlichkeit, die wir erbeten, erst gründlich bereit gemacht werden müssen. Wir müssen zerlegt, überprüft und gereinigt werden wie ein Motor, bevor er wieder zusammengesetzt wird, um Kraftstoff einzufüllen und ihn zu zünden!

 

Das ist ein tiefgehender Heiligungsprozess, der ganz genau nach dem Gegenteil von Herrlichkeit aussieht und das »dunkle Tal« ist, von dem in den Psalmen Davids zu lesen ist. Aber der Tag kommt, wenn die Inspektion unseres Systems endlich fertig ist und der Herr uns eine Menge mehr Weisheit, Liebe und Kraft mitteilen kann, als wir uns je haben vorstellen können. Es kommt die Zeit der Erstattung der Jahre, die wir an die Fresser verloren haben, eine satte Zeit voller »Genug« und der wirklich tiefen Dankbarkeit. Es kommen wunderbare Jahre, in denen wir nicht mehr zuschanden werden ... nie mehr. Eine Zeit, in der die Kraft des Himmels in uns arbeiten kann wie in einem Explosionsmotor  und wir fliegen nicht auseinander, sondern kommen voran. Da wird jetzt manch einer seufzen: »Schön wär's!« oder bitter entgegnen: »Du hast gut reden!« ... Hier ist ein interes-santer Vers über den »Umkehrschub«:

 

»Dann wird das Licht des Mondes sein wie das Licht der Sonne, und das Licht der Sonne wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, da der Herr den Bruch seines Volkes verbinden und die Wunde seines Schlages heilen wird.«

(Jesaja 30:26)

 

Diese Worte zeigen bildlich etwas von den enormen Energien, die ins Spiel kom-men, wenn die Brüche in unserem Leben und unserer Geschichte verbunden werden und wenn die Wunden der Schläge, die wir abbekommen haben, geheilt werden. Wenn wir dies einmal auf eine ganze Gemeinde übertragen oder gar auf ein ganzes Land  unser Land , wie groß muss da die Kraft sein, die zum Zuge kommt! Wie viel Verlust und Ohnmacht, wie viel Trauma und Kaputtheit müssen aufgefangen, verbunden und geheilt werden! Wir haben davon, glaube ich, keine Vorstellungen! Wir stellen uns m. E. Erweckung im Allgemeinen viel zu harmlos vor. Das wirkliche Ausmaß an Kraft, die es braucht, ist uns nicht klar. Und dabei ist die Heilung kein Selbstzweck, sondern dient einem höheren Ziel: Dass wir Zeugen und Boten der unglaublich intensiven Herrlichkeit werden, die noch größer ist, als der Zerbruch, die Wunden und all das Gefressensein von den »Parasiten des Bösen«.

Halleluja!

 


Quelle: Hisman's Diary | Foto: © Biletskiy Evgeniy  Fotolia.com


 


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