Den Himmel auf die Erde holen

 

Zu diesem bedeutsamen Thema hat Jesus uns nun einiges zu sagen:

 

»Ich habe euch gesagt, dass ich zu euch kommen und bei euch sein werde alle Tage bis an das Ende der Welt. Ich habe euch auch gesagt, dass ich euch Augen geben werde, mich zu sehen, und dass dies eure Freude völlig machen wird. Ich habe euch Ohren zugesagt, die mich hören können, und einen Sinn, mich wahrzunehmen.

 

Dass ihr mich an „geweihten“ Stätten sucht,

wie Wallfahrtsorten und Kathedralen,

oder aber mein Reden nur in heiligen Schriften sucht,

wird dem Himmel nicht gerecht.

 

Ich habe euch gesagt, dass das Reich Gottes in meinem Namen mitten unter euch ist, aber viele meiner Kinder sehen nur, was vor Augen ist, und können nicht mit dem Herzen sehen. Euer physischer Körper ist ein Abbild des geistlichen Körpers, der genauso die geistliche Welt wahrnehmen kann wie der irdische Körper die materielle Welt. Er kann sehen, hören, riechen, schmecken und tastend fühlen, was des Geistes ist. Kinder haben noch einen direkteren und natürlicheren Zugang dazu als Erwachsene. Eure so sehr materialistische und ausschließlich am Sichtbaren orientierte Kultur treibt das den Kindern schnell aus, und ein Teil ihres Wesens verkümmert. Denn was ihr nicht beachtet, stirbt. 

 

 

Die Welt ist voller geistlicher Krüppel, die nur mehr einen Teil ihres Seins und ihres Potenzials leben. Sie sind im wahrsten Sinne des Wortes eindimensional. So ist es aber nicht gedacht. Ich zeige dir die verschiedenen Dimensionen, die ineinander und umeinander existieren. Sie beeinflussen sich gegenseitig und haben Formen der Kommunikation und der Interaktion miteinander. Alle haben ihre eigenen Gesetze und Ordnungen. Die Kirche sollte die Gesetze des Himmels und des Geistes eigentlich bestens kennen und ein und aus gehen und Gnade „von oben“ auf die Erde „unten“ bringen. Jedoch ist sie in weiten Teilen selbst so eindimensional und „irdisch gesinnt“, dass sie dieser Aufgabe nicht gerecht wird und nur über eine geringe Erfahrung und Dimension des Himmels verfügt. In ihrer traditionellen Ausprägung stützt sie sich auf die Erfahrung und die Zeugnisse einiger „Heiliger“ aus längst vergangenen Zeiten, ohne ihre eigenen heiligen Erfahrungen zu machen. Alles dies sollte so nicht sein. Wer zu mir kommt, den erfülle ich mit dem Heiligen Geist und führe ihn aus der Dimension der von Babel kontrollierten Welt in die Dimension des Himmels Gottes. Komm, und ich werde es dir zeigen.«

(Jesus Christus)

 

Die Kirche, die wir brauchen, können wir nicht organisieren, sondern nur empfangen. Sie ist der Himmel auf Erden – und der lässt sich von uns nicht „managen“. Er wartet, bis wir ans Ende mit unserem eigenen Latein kommen und Jesus zu seinen Bedingungen akzeptieren. Wenn dieser Punkt erreicht ist, fällt der Turm des Stolzes in unseren Herzen und der Weg über die Trümmerhügel Babels kann beschritten werden. Ein Weg, der ohne die genaue Führung von Jesus, den Beistand des Heiligen Geistes und die Unterstützung der Engel ganz unmöglich gegangen werden kann. Und für keinen Menschen sieht er gleich aus.

 

Der Sprung über die gigantischen Versuche der Vergangenheit, den Turm von Babel und die Kirche Jesu Christi miteinander zu vereinigen, kann leichter von denen getan werden, die von den Traditionen der Kirche wenig oder besser noch gar nicht konditioniert worden sind. Sie lesen die Bibel und beten zu Gott unvoreingenommener und ohne den Filter von Jahrhunderten von scholastischer Theologie. Sie brauchen sich nicht so viel um die Gepflogenheiten und Gesetze der gewachsenen Kirche zu kümmern und haben es somit leichter, einfach sie selbst zu sein und auch Jesus den sein zu lassen, der er ist.

 

An dieser Stelle werden viele einwenden, dass das „Erbe der Kirche“ doch auch wunderbare Früchte hervorgebracht hat und denjenigen, die zu Gott kommen, eine Menge mit auf den Weg zu geben hat. Das ist zweifellos wahr. Jedoch präsentiert die Kirche nicht allein dieses Erbe und ihre freundliche Unterstützung, sondern eben zusätzlich ihre Tradition und Kirchlichkeit, die zumeist nichts als Begrenzung und Kontrolle beinhaltet. Es ist, als gäben wir den nach Gott Durstenden nicht das Glas reinen Wassers zu trinken, sondern mischten ein wenig Gift mit hinein. Es mag nur eine Spur sein, und doch ist die Wirkung fatal. In Wahrheit ist unsere eigene Beimischung allerdings zumeist sehr viel umfangreicher als nur eine Spur. Manchmal ist umgekehrt das Evangelium nur die Spur in unserer religiösen Giftmischung, und man muss Menschen ernsthaft warnen, davon zu trinken, wenn sie nicht krank werden und sterben wollen!

 


Quelle:  Die Geisterstadt von Frank Krause | Bild: © konradbak - Fotolia.com



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