Ermahnung meiner Kinder

 

»Die Zeit verrinnt ohne Aufhebens, und ihr seid noch immer nicht da, wo ihr sein solltet. Ich habe oft zu euch geredet durch Träume, durch Gesichte, durch Menschen, und ihr habt es alles wieder verworfen. Und wo seid ihr jetzt? Ihr dient dem Götzen Baal, ohne ihn zu erkennen und meint, ihr tätet mir damit einen Gefallen und nähert euch mir anstatt ihm. Dabei sieht die Wahrheit anders aus.

 

Was wollt ihr tun, wenn ich heute schon käme?

 

Ihr glaubt und meint, ihr müsstet mir helfen, dabei braucht ihr mich! Ich könnte Steine zum Leben erwecken als meine Diener, und ihr hättet das Nachsehen.

 

Der Eine rennt der Liebe nach und tut alles, um sie zu finden, dabei hat er sie längst. Warum kommt ihr nicht zu mir, als euch den Hals zu verdrehen nach allen Ecken und Winkeln und euch zu winden und euch zu verdrehen? Liebe ist einfach, könnt ihr das verstehen? Ein jeder hat sie, der mich annimmt, und der will, wird mehr als das allein von mir bekommen. Warum sucht ihr nicht mich?

 

Ein Anderer läuft dem Geld nach und meint, er müsse Leistung erbringen, um mir zu gefallen. Oh Kinder, Gnade euch, die ihr mich kennen wollt, und dabei lauft ihr in die falsche Richtung! Was soll ich mit euch machen  was, damit ihr mich erkennt, damit ihr begreift, dass ich nicht in den Werken zu finden bin? Soll ich euch Gerichte schicken eins ums andere?

 

Eure Verstocktheit erkennt ihr nicht. Liebe sollte aus euch sprechen, doch diese ist fern, und ihr seid nicht besser als es die Welt ist. Warum erkennt ihr mich nicht? Ihr sagt: »Herr« und meint mich doch nicht. Ihr seufzt und klagt wie alte Frauen, und eure Erkenntnis hilft euch doch wenig. Ich möchte euer Herz, ihr sollt mir dienen, und ich will mich an euch erfreuen! Stattdessen klagt und jammert ihr vor euch hin und alles, selbst das Geringste, was ich euch zu tun gebe, ist euch noch zu viel. Ihr habt für alles Tun eine Erklärung, doch was gilt dies mir, wenn ihr euch nicht zu mir kehrt und wider mich seid und eure Versprechen brecht, und eure wahrhafte Hingabe zu mir ist selten.

 

Ich bin der euch liebende Vater, der euch trösten will und euch heraushelfen aus eurer Armut, die vielseitig ist. Wann kommt ihr endlich zu mir, anstatt auf Festen zu sein und zu prahlen, wie toll und schön das Leben mit mir ist? Dabei jubelt ihr euch selbst zu und verlasst mich.

 

Ich möchte mich zu euch bekennen und euch erretten. Wie groß wird die Not sein, in die ihr kommt, ohne mich zu kennen und bei mir zu bleiben. Etwas anderes hilft euch nicht! Ich habe einige Wenige von euch abgesondert, und ihr sollt euer Herz prüfen, wo es geblieben ist. Die, welche ich gesondert habe, fern von euch, zu denen halte ich mich. Ich werde ihnen zu erkennen geben, was nach geraumer Frist weiter passieren soll, und sie werden euch erklären, was mein Wille ist.

 

Zankt nicht untereinander, denn dort, wo dies unter Brüdern ist, bin ich nicht. Seid nicht neidisch auf euren Nächsten, was er für Gaben hat. Ihr seid mir alle kostbar. Wendet euch in allem an mich, und ich werde meine Zusagen an euch erfüllen, wie ich es verheißen habe. Ein jeder achte auf sich selbst und freue sich nicht, wenn es seinem Nächsten schlecht ergeht. Er soll diesem helfen, so gut er es kann. Ihr seid Brüder, alle miteinander, vergesst das nicht!

 

Meine geliebten Kinder, wenn ihr mich liebt, dann haltet euch an das, was ich euch gegeben habe.«

 


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