Vision von der Schweiz

 

Während einer Wanderung auf dem Niesen sprach Gott zu mir. Ich kam über einen Geländekamm (eine »Krete«), und unmittelbar vor mir lag die wunderschöne Thunersee-Gegend. Vor Freude fing ich an zu jauchzen. In diesem Moment sagte Gott zu mir:  

»Was du vor deinen Augen siehst, ist ein großes Grab voller Toter.« 

Ich begann zu weinen. Gott sprach zu mir durch Hesekiel 37: »Vor dir ist ein schönes Familiengrab mit schönem Denkmal, wunderbar bepflanzt, aber es ist dennoch ein Grab. Glaubst du, dass diese Toten zum Leben kommen können?« Ich hatte Hesekiel 37 vor Augen und versuchte zu sagen: »Geist Gottes, komm und wirke!« 

 

 

Ich möchte diesen Schmerz Gottes noch mehr wahrnehmen können und die Freude der Auferstehung erleben. Gott selbst hat mir viele Visionen über die Schweiz gegeben. Ich glaube fest, dass Gott in seiner Gnade noch eine mächtige Erweckung schenken wird. Vor 17 Jahren, als ich die ersten Visionen bekam, sah ich zwei Merkmale der Erweckung in der Schweiz. Einerseits geschah viel in einzelnen Häusern. Es war, als fliege ich über die Schweiz. Dabei sah ich Tausende kleine Lichter leuchten. In den Häusern brannte Feuer von Gott. Andererseits sah ich den Thunersee als vielbenutztes Taufbecken. Damals begriff ich diese Vision noch nicht ganz. In der Zwischenzeit habe ich mehr Einsicht. Diese Vision war eigenartig: Es wurde rund um den See getauft, jedoch immer nur in kleinen Gruppen von 10 – 15 Personen. Dann hatte ich sieben Visionen: Ich sah große Feste für Jesus. Stadien gefüllt mit Menschen in grenzenloser Begeisterung für Jesus. Viele taten Buße, und viele waren trunken vor Freude. Ich sah den Geist Gottes wirken.

 

Die Zunahme der Bewegung in den Häusern bedeutet sicher, dass Gott den Einzelnen sieht und die Kleingruppen stärkt. Gleichzeitig werden große Festversammlungen zunehmen. Dabei sah ich nie eine Bühne, immer nur die vielen Menschen und das Wirken des Geistes Gottes in den Stadien. Das heißt, es wird keine Fixierung auf einzelne Redner geben. Das Volk wird zusammenkommen und feiern. Es wird sicher noch eine Bühne geben, aber sie verliert an Bedeutung. Der Starkult wird aufhören. 

 

Gleichzeitig zeigte mir Gott, dass er viele neue Gefäße schaffen muss, weil sich viele alte Gefäße nicht mehr bewegen lassen. Wenn ich mich recht erinnere, hat Gott mir schon vor 14 Jahren in einer Vision die Entstehung örtlicher Verbindungen von Christen und Gemeinden über die Grenzen der Tradition und des Bekenntnisses hinweg gezeigt. Die Einheit wird größer werden über Denominationsgrenzen hinweg. Vielfach werden Denominationen versuchen, das zu untergraben. Der Herr wird auf einmal unter verschiedenen Gemeinden Allianzen schaffen, die man sich heute gar nicht vorstellen kann. Wir sind dem Schweizer Volk diese Einheit in Jesus schuldig. Wenn wir beginnen, in Einheit zu leben, wird uns das Volk als Jünger von Jesus erkennen. Dazu gehört, dass Jesus in unseren Versammlungen wieder erlebt werden soll.

 

Im Volk Gottes sehe ich sehr viel Unreinheit, viel, viel Sünde, die hindernd ist. Gott hat auch zu mir geredet durch das Wort: »Heiligt euch, denn morgen will ich Wunder tun« (Josua 3:5). Vermutlich wird die Bewegung der Heiligung etwas vom Nächsten sein, das geschehen wird. Dazu müssen wir willentlich ja sagen.

 


Quelle: Erich Reber in  Prophetisches Bulletin  vom März 1999 | Bild: © udra11 - Fotolia.com


 


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