Das Läuterungsfeuer Jahwes

 

»Denn siehe der Tag kommt, brennend wie ein Ofen!

Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein,

und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht Jahwe Zebaoth,

so dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt!«

(Maleachi 3:19)

 

Liebe Geschwister in Yeshua!

 

Ich schreibe diese Botschaft in der Furcht Gottes nieder. Heute war ich stundenlang im Gebet vor Gott und betete um eine Ausgießung der Gottesfurcht über uns, unsere Familien sowie über dem Leib Yeshuas. Im Geist erhielt ich danach das Wort aus Offenbarung 16:15, wo steht: »Siehe, ich komme wie ein Dieb! Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblößt einhergeht und man seine Schande sieht!« Während ich über das Wort nachdachte, erschien ein Engel am Himmel, welcher in seiner Hand eine geöffnete Bibel hatte. Er sprach: »Der Kluge sieht das Unglück kommen und birgt sich bei Gott.« Er zeigte auf die Bibel: »Und er festigt sich im Wort Gottes.«

 

Yeshua ruft jetzt sein Volk zu erhöhter Wachsamkeit auf, da er weiß, dass viele Verführer (Wölfe im Schafspelz) ins Lager der Heiligen eingedrungen sind, um die Leichtsinnigen und die im Wort Gottes Ungefestigten durch falsche Lehren und irreführende Versprechungen vom richtigen Weg abzubringen. Yeshua sagt über sie in Matthäus7:15-23: 

 

»Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: „Herr, Herr!“ wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: „Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht?“ Und dann werde ich ihnen bezeugen: „Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“«

 

In Judas 4 heißt es über sie: 

 

»Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.«

 

Zügellosigkeit, Unnüchternheit, Hochmut, Anmaßung, elitäres Auftreten sind nur einige satanische Wesenszüge dieser Wölfe im Schafspelz, welche am besten daran zu erkennen sind, dass sie das »Mitgekreuzigtsein« in ihrem eigenen Leben verleugnen, da sie Knechte ihrer ungekreuzigten Lust sind. Dabei rühmen sie sich noch, die »wahren Söhne Gottes zu sein«, obwohl diese eher die »Rotte Korah« sind, welche den geraden Weg der Wahrheit verlassen haben, indem sie das siebenfach geläuterte Wort Gottes als Ganzes ablehnen und ihr eigenes, kreuzloses Evangelium kreiert haben, welches ihnen ein antichristlicher Geist diktiert hat. In schamloser Weise missbrauchen diese Verführer das Wort Gottes wie eine »mathematische Erfolgsformel«, ohne zu verstehen, dass die Bibel kein Zauberformelbuch ist,

 

sondern dass die darin gegebenen Verheißungen

nur mit einem gotteswürdigen Wandel

in der Furcht Gottes im Zusammenhang stehen,

damit diese in unserem Leben zur Erfüllung gelangen.

 

Als ich dies alles weiterhin im Gebet vor Gottes Thron brachte, spürte ich plötzlich, wie mich die Furcht Gottes wie eine Schutzmauer umgab. Danach erblickte ich am Himmel eine große Staumauer, und davor sah ich ein ausgelassenes Volk Gottes, welches wie betrunken herumschrie, lachte und tanzte. Es erinnerte mich irgendwie an den Tanz ums goldene Kalb, während sich Mose auf dem Berg Sinai 40 Tage in der Gegenwart Gottes befand. Unter ihnen erblickte ich auch Propheten, welche auf einem Hügel standen und versuchten, in ihre Posaunen zu blasen. Dabei kamen nur undeutliche Töne hervor, die das Volk noch mehr zum Lachen brachten. 

 

Fälschlicherweise glaubten sie, dass dies alles unter der »lockeren Leitung des Heiligen Geistes« ablief, der ihnen diese Art Freiheit beibrachte. Ich hörte die Menge auch beten. Sie hoben ihre Hände hoch und riefen rhythmisch im Singsang: »Sende uns Feuer, sende uns Feuer, sende uns Feuer, sende Erweckung! Noch mehr Salbung, setze sie frei!« Dabei stampften sie im Tanzschritt umher. Die Propheten fingen an zu weissagen, aber ich verstand nur »zawlazaw kawlakaw« – zusammenhangloses Gerede – ohne ein Wort klarer, biblisch-zielorientierter Führung!

 

 

Zu meiner Rechten stand plötzlich ein großer Posaunenengel, welcher dieses Treiben mit ernstem Gesichtsaudruck verfolgte. Plötzlich kam vom Himmel ein scharfer Posaunenstoß wie ein Gerichtsruf, der diesem Treiben Einhalt gebot. Daraufhin sprach der Engel zu meiner Rechten nach oben blickend diese Worte: »Löse die Mauern des Dammes! Sie sollen ihre Erweckung haben!« Ich sah nun, wie von oben her eine Öffnung in die Staumauer gebrochen wurde. Daraufhin ergoss sich ein breiter, weißglühender Feuerstrom wie dünnflüssige Lava auf die unten wartende Menschenmenge herab.

 

Ich sah, wie sich zuerst die Propheten jubelnd und voller Euphorie nach diesem »belebenden« Erweckungsfeuerstrom ausstreckten, um darin ausgelassen einzutauchen und sich von ihm tragen zu lassen. Aber in dem Moment, wo sie diesen weißglühenden Feuerstrom berührten, verbrannten sie sich, und sie schrieen von Schmerzen gepeinigt der Volksmenge zu: »Flieht davor, dieser Feuerstrom verbrennt euch! Er verbrennt euer Fleisch! Das ist nicht das Erweckungsfeuer, das wir uns wünschten! Flieht und lauft davon!« Daraufhin entstand eine große Panik und Verzweiflung unter der Menschenmenge sowie viele Weherufe und Schmerzensschreie.

 

Um Feuer hatten sie gebetet und Feuer haben sie empfangen!

 

Jesaja 33:14 sagt: 

 

»Die Sünder in Zion sind erschrocken, Zittern hat die Heuchler ergriffen: „Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer wohnen? Wer von uns kann bei der ewigen Glut bleiben?“«

 

Ich erhielt in meinem Geist dazu noch das Wort aus Maleachi 3:1-2: 

 

»Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll; und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht; und der Bote des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt! spricht Jahwe Zebaoth. Wer aber wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des Silberschmelzers und wie die Lauge der Wäscher.«

 

Weiter heißt es in Maleachi 3:19: 

 

»Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Über-mütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht Jahwe Zebaoth, so dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt.«

 

In Maleachi 3:20 gibt Gott denen, die in wahrer Gottesfurcht mit ihm verbunden sind: 

 

»Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung wird unter euren Flügeln sein; und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall! Und ihr werdet die Gesetzlosen zertreten, denn sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht Jahweh Zebaoth.«

 

Ich bete, dass diese Offenbarung Gottes vielen verführten Kindern Gottes hilft, aus den Klauen der Wölfe im Schafspelz (das sind falsche Christusse = falsche Gesalbte) zu entfliehen. Aufrichtige Kinder Gottes fürchten das Läuterungsfeuer Gottes nicht, denn er hat verheißen: 

 

»Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn durch Ströme, so sollen sie dich nicht ersäufen. Wenn du durchs Feuer gehst, sollst du nicht versengt werden, und die Flamme soll dich nicht verbrennen.«

(Jesaja 43:2)

 

 

Dieter Beständig  –  7. August 2009

 


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