Unnüchternheit

 

Diese Schrift beinhaltet eine ernste Offenbarung Gottes, die ich vom 3. bis 4. Juni 2008 nach einer mehrtägigen intensiven Gebets- und Anbetungszeit empfing und die mich zutiefst berührte. Sie ist zugleich eine göttliche Einladung zur innigen Gemeinschaft mit Yeshua; mit ihm so zu wandeln, wie er mit dem Vater gewandelt ist. Hebräer 12:2 sagt dazu in der Hoffnung-für-Alle-Bibel:

 

Dabei wollen wir nicht nach links oder rechts schauen, sondern allein auf Jesus. Er hat uns den Glauben geschenkt und wird ihn bewahren, bis wir am Ziel sind. Weil große Freude auf ihn wartete, erduldete Jesus den verachteten Tod am Kreuz. Jetzt hat er als Sieger den Platz an der rechten Seite Gottes eingenommen.

 

In dieser Vision befand ich mich auf einem ca. 1.200 m hohen Berg, von wo ich einen weiten Blick über das Schweizer Alpenvorland hatte mit einer fantastisch klaren Sicht auf die hohen, schneebedeckten Berge. Unter mir – in Richtung Süden – prägten Täler und welliges Hügelland das Landschaftsbild, und da es Föhn gab, konnte ich weit bis in den Südwesten des Landes hineinsehen. Die Luft hier oben war würzig und frisch, und ein sanfter Wind strich vom Süden her kommend über mich hin, welcher mein Bewusstsein, meine Lunge, das Herz, meine Durchblutung, ja mein ganzes Sein neu belebte, ausfüllte und erweiterte. Kurz gesagt: Gottes Geist führte mich aus meiner Enge heraus in die Weite Gottes. Jedes Mal, wenn ich hier oben ausatmete, erlebte ich eine geistige Entladung von mitgeschleppten Sorgen und Gedanken, die mich vorher bedrückten und einengten. Offensichtlich verlor ich hier oben meine »irdisch-seelische Last«, indem ich spürbar Gottes Gegenwart einatmete. Das Besondere, was ich hier oben empfand, war eine wohltuende Ruhe und Stille, die durch keinen Lärm unterbrochen wurde. Es war die Stille Gottes, die mich spürbar umgab. Ich war von ihr umgeben, beschützt und geborgen. Psalm 139:5 sagt hierzu:

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

 

 Umkehr zur Ruhe Gottes

 

In dieser Vision ruhte und genoss ich die Phase der Entspannung von jeder geistlichen Anspannung, in der ich mich vorher befand. Diese Vision war so real, obwohl ich mich sicht- und spürbar in meinem Gartenhaus befand, doch in meinem Geist war ich entrückt. Da wurde mir das Wort aus Habakuk 2:20 lebendig:

 

Aber der Herr (Yahweh) ist in seinem heiligen Tempel – sei still vor ihm, du ganze Erde.

 

Weiter heißt es hierzu treffend in Zephanja 1:7:

 

Seid still vor dem Angesicht Gottes des Herrn, denn nah ist der Tag des Herrn; denn der Herr hat ein Schlachtopfer zubereitet. Er hat seine Geladenen geheiligt.“

 

Geheiligt heißt »abgesondert für Gott«. Der Allmächtige hat seine Geladenen für sich abgesondert, ihm zu begegnen! Welch ein Vorrecht, welches ich jetzt hier genießen durfte. Nun kam mir noch Sacharja 2:17 in den Sinn:

 

Alles Fleisch sei still vor dem Herrn, denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.“

Amen.

 

Während ich dies hier niederschreibe, erinnere ich mich daran, dass Gott mir vor zwei Wochen einen Hinweis auf eine ganz spezielle Stille Gottes gab, welche im Zusammenhang mit den apokalyptischen Siegel- und Posaunengerichten steht. Offenbarung 8:1 sagt dazu:

 

Und als das Lamm das siebte Siegel öffnete, entstand eine Stille im Himmel, etwa eine halbe Stunde lang.“

 

Man muss sich der Tragweite dieser plötzlichen Stille vor Gottes Thron erst einmal bewusst werden, denn dort geschieht ständige Anbetung und Lobpreis zur Ehre des Vaters. Nun, ich möchte hier offen über diese besondere Stille schreiben. Diese Stille empfinde ich wie die »Ruhe vor dem kommenden Sturm«, welcher über den ganzen Erdkreis und seine Bewohner hereinbrechen wird. Lest bitte dazu ab Offenbarung 8:2 (die sieben Posaunengerichte).

 

In den Tagen meines Abgesondertseins für Gott öffnete mir Gottes Geist besonders eine Bibelstelle mit Schlüsselfunktion, die ich hier weitergeben soll. Es ist Jesaja 30:15-16a, wo steht:

 

Denn so spricht Gott, der Herr, der Heilige Israels. Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr gerettet werden, im Stillsein und im Vertrauen läge eure Stärke: aber ihr habt nicht gewollt! Sondern ihr sagt: Nein, wir wollen auf Rossen dahinfliegen.“

 

Fakt ist, dass dieses ernste Reden Gottes nicht nur an die Kinder Israels, sondern erst recht an alle Kinder Gottes adressiert ist, die irgendwann Yeshua als ihren Erlöser und Herrn angenommen haben. Hier spricht Gott vier wichtige Dinge an, worin absolut Handlungsbedarf für alle »Christen« besteht.

 

Erstens: Umkehr zu Gott in die persönliche Nachfolge zu Yeshua. Warum? Das Wort »Christen« kommt von Christus, das heißt: »der Gesalbte«. Christen sind also Gesalbte. Demnach sollen die »Gesalbten« ihrem gesalbten Oberhirten auch nachfolgen. Wenn sich Christen aber mehr mit dem Weltgeist einlassen als mit Yeshua, entsteht eine Vermischung! Sie verlieren die Salbung des Geistes der Wahrheit, weil sie nicht unterscheiden können. Das führt dann zum Abfall von Gott. Darum gilt jetzt der deutliche Ruf zur persönlichen Herzensumkehr hin in die echte Nachfolge Yeshuas. Die Umkehr ist mit der göttlichen Aufforderung, zur Ruhe zu gelangen, eng verknüpft. Das heißt unmissverständlich: Halte endlich still, renne nicht weiter in deinem Alltagstrott, entschließe dich, still zu werden. Löse dich von deiner Hektik und deinen Plänen, denn sonst gelangst du nie in den Plan, den Gott für dich hat!

 

In die göttliche Ruhe eingehen hat mit Absonderung, mit Zurückziehen in die persönliche Gemeinschaft mit Gott zu tun. Dann könntet ihr gerettet werden, sagt das Wort. Du sagst jetzt: »Ja, aber ich bin doch gerettet!« Vielleicht hast du mal diese Entscheidung getroffen, aber Yeshua sagt: »Wer nicht dauerhaft in mir bleibt, wird abgeschnitten, denn ohne mich könnt ihr nichts tun!« Vielleicht bist du religiös viel aktiv – aber ich musste seit Ostern 2008 alle Predigteinladungen absagen, weil Gott wollte, dass ich mehr Gemeinschaft mit ihm habe. Die Gemeinschaft mit ihm geht immer vor den Dienst, sonst brennt man aus. Fakt ist, dass die meisten Diener Gottes so unter Stress sind, dass ihre »stille Zeit« mit Gott zu kurz kommt. Dahinter steckt der Teufel und sein Treiber, der nicht will, dass wir zur wahren Ruhe Gottes kommen. Deshalb fügt Jesaja 30:15 noch hinzu: durch Stillesein. Es ist eine Sache, im Gottesdienst zu singen: »Seid still und erkennt, dass ich Gott bin«, als es wirklich nachzuvollziehen. Um sich zu dieser Stille »auszuklinken« gehört ein entschiedenes Überwinden, und das weiß der Widersacher genau.

 

Vor etlichen Jahren schrieb ich ein Büchlein: »Mache dich auf, deinem Gott zu begegnen«. Es ist eine Einladung Yeshuas mit ihm allein eine Zeit lang auf deinem persönlichen Gebetsberg zu verbringen. Wir müssen zurück zur ersten Liebe in die Gemeinschaft mit ihm. Stell dir vor, er sagt zu dir:

 

Ich habe wider dich, dass du die erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstossen, wenn du nicht Buße tust!

Offenbarung 2:4-5

 

Was tust du dann? Ich erinnere mich hier an meine allererste Predigt, die ich in einer Gemeinde hielt. Das Thema war: »Wandeln mit Gott wie Henoch es tat«. Das ist lange her, aber es hat mich nie mehr verlassen! Henoch klinkte sich aus der Betriebsamkeit seiner damaligen Zeit aus und wandelte dreihundert Jahre mit Gott und ward nicht mehr gesehen, denn Gott nahm ihn hinweg. Er war der erste Mensch, der entrückt wurde. Wir sind am Ende der Gnadenzeit angelangt, und die Gerichte Gottes stehen vor der Tür. Können wir es uns noch erlauben, unser »Timing mit Gott« noch hinauszuschieben? Wir müssen Gott von ganzem Herzen vertrauen, dass er uns persönlich segnet, wenn wir uns eine Auszeit für ihn nehmen, darum sagt Jesaja 30:15 weiter: Im Stillesein und Vertrauen läge eure Stärke. Ja, es ist wahr: Enge Gemeinschaft mit Gott macht geistlich stark. Um geistlich zu erstarken bleibt uns kein anderer Weg als Jesaja 30:15 vorschreibt.

 

Gottes Geist spricht hier noch eine Gruppe von Christen an: das sind diejenigen, welche etwas für Gott tun wollen. Sie haben es aber zu eilig! Es muss alles schnell gehen – ohne Tiefgang, nur der Erfolg zählt. Da werden geistliche Schnellkurse absolviert. Man rennt von einer Powerversammlung zur anderen, um so viel Salbung wie möglich von namhaften, gesalbten Dienern Gottes zu empfangen. Doch letztlich fehlt die innere Reife, da es keinen Tiefgang hat, weil es ein Erfolgsevangelium ist. Allein das Wort Gottes proklamieren genügt nicht. Es muss in uns lebendig werden und ausführen, wozu es gesandt ist. Wo das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und abstirbt, bleibt es allein.

 

Wo das geistliche Haus auf Sand gebaut ist, gibt es keinen festen Halt und Sicherheit, wenn die Fluten und die Stürme kommen. Die geistlichen Wesensmerkmale jener Christen gleichen der Aussage von Jesaja 30:16»Nein, wir wollen auf Rossen dahinfliegen. Jetzt ist nicht die Zeit, das Kreuz rumzuschleppen, das hält uns bloß auf, schließlich hat es Yeshua für uns getragen. Wir sind schließlich die Zeichen- und Wundergeneration.« Aber schon Paulus warnte vor der Gefahr des geistlichen Aufgeblähtseins und Hochmuts, der Besserwisserei und Überheblichkeit wegen ihres Rühmens der Geistesgaben, die sich vor allem bei etlichen Korinthern manifestierte, wobei es bei ihnen offensichtlich an der Gabe der Geistesunterscheidung fehlte und Un-nüchternheit vorherrschte.

 

All diejenigen, die ihre Ohren gegenüber der Einladung Gottes verschließen und in falschen Eifer auf geistlichen Rossen dahinfliegen wollen, ihnen gilt einst das Wort: »Aber ihr habt nicht gewollt!« Ich höre Yeshua sagen: »Ihr wolltet nicht das Kreuz auf euch nehmen, ihr habt euch über andere lustig gemacht und euch überhoben. Ihr wolltet die Salbung, aber nicht die enge Gemeinschaft mit dem, der die Salbung gibt. Ich wollte euch zur Umkehr und Ruhe bringen, zum Stillsein, aber ihr habt nicht gewollt. Ich wollte euch in meiner Gemeinschaft stärken, festigen, gründen und euch den Unterschied von heilig und unheilig lehren, aber ihr wolltet nicht die Beschneidung eurer Herzen. Ich wollte euch reinigen, aber ihr habt nicht still gehalten. Ausharren und Frucht bringen in Geduld, das war euch fremd „denn auf Rossen wolltet ihr fliegen“.«

 

Ich spüre in mir den wahren Beweggrund Yeshuas für dieses Reden. Er will nicht, dass irgendjemand seiner Kinder durch leichtsinniges Verhalten, Unnüchternheit und Unbesonnenheit in die listigen Fallen der geistlichen Verführung Satans hineinfällt und Schaden erleidet.

 

 Geister der Verführung

 

Während ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich geistlich immer noch in meiner Vision auf dem Berg. Weit hinten am Horizont erkenne ich drei weiße, hoch aufragende, turmartige Wolken, von denen sich feine Nebelschwaden wie Zungen in die vorderen Talebenen hineinschieben. Dieser feine Dunst hat eine grünlich schimmernde Färbung, und ich sehe von unten her, wie sich regenbogenartige Lichteffekte in dieser Dunstschicht bilden, welche eine gewisse Faszination erzeugen. Die Farbe »Grün« steht ja für Leben, aber diese ungewöhnliche Färbung ist schillernd und glänzt, wie es bei Seifenblasen der Fall ist. Wieder sehe ich diese drei turmartigen Wolken, aus denen diese Nebelschwaden wie ein Gifthauch über die Talebenen ausgestoßen werden und die sich zunehmend überall ausbreiten. Diese drei riesigen weißen Turmwolken sind jedoch »Geister der Verführung und der Illumination«, welche eine bewusste Fälschung und Imitation der »Schechina-Herrlichkeitswolke« Gottes herbeiführen und bewirken sollen.

 

Während sich unten in den Talebenen immer mehr Menschen ansammeln, um diese ungewöhnliche Färbung des Himmels anzuschauen, sehe ich vermehrt seifenblasenartige Lichtkugeln, die spielerisch in der Luft auf und ab tanzen. Dabei ertönen sphärenhafte Musikklänge, und dazwischen höre ich sehr deutlich die Stimme eines Predigers, welcher ruft: »It is easy, yeah! It is easy, yeah! Es ist so leicht! Lass dich einfach fallen. Es umgibt dich überall. Siehst du es? Komm, lass dich beschenken, und öffne dich für das Neue, das dich umgibt, es ist erst der Anfang, du wirst Dinge sehen, die du noch nie gesehen hast. Alles Herrlichkeit und göttliche Energie.«

 

 

Ich sehe, wie Seifenblasen spielerisch auf Personen fallen, die sich danach ausstrecken, und an ihrer Kleidung oder Haut haften bleiben, ohne zu zerplatzen. Der Sprecher kreischt euphorisch: »Ja, das ist es, ihr habt es empfangen, ihr seid gesalbt mit Energie. Ihr könnt sehen! Euch sind die Augen geöffnet.« Ich erkenne deutlich, wie hier eine falsche Regenbogensalbung der Unnüchternheit freigesetzt wird und die betreffenden Personen einhüllt und gefangen nimmt. Ich höre sie begeistert rufen: »Wir waren blind, jetzt können wir sehen!« Während ich dies alles miterlebe und Gott bitte, mir das Geheimnis der Seifenblasen zu offenbaren, höre ich eine der Seifenblasen mit kindlicher Stimme reden:

 

»Wir verleihen geöffnete Augen für die geistliche Welt und offenbaren geheimnisvolle Lichteffekte sowie Feuer und Blitze, um diejenigen zu verführen, die nicht fest im Wort Gottes gegründet sind, aber sich nach diesen Dingen ausstrecken.«

 

Eine andere Seifenblase spricht mit der Stimme eines quakenden Frosches:

 

»Wir blähen unsere Träger geistlich auf wegen der geöffneten Augen und wegen dem, was sie sehen.«

 

Eine dritte Seifenblase, die wie ein Schmetterling von Person zu Person tanzt, sagt:

 

»Wir kommen zu allen, die uns lieben. Wir sind die Diener der Engel des Lichts, und unsere Opfer sind die geistlich Unnüchternen, die Bequemen und Sorglosen, es sind die, welche ihr Kreuz nicht auf sich nehmen, um Yeshua nachzufolgen, und ihr geistliches Haus lieber auf Sand bauen.«

 

Dann höre ich sie alle, diesen Satz einheitlich sagen:

»Es ist uns erlaubt, diese zu verführen!«

 

Ich sehe, wie einige mit Seifenblasen behaftete Leute abseits geführt werden, wo ein tückischer Löwe darauf wartet, sie zu verschlingen. Hierzu warnt 1. Petrus 5:8-9:

 

Seid nüchtern und wachsam! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist.

 

Während ich das Reden der Seifenblasengeister mit anhörte, befand ich mich spürbar unter dieser Wolke. Ich fühlte in diesem Moment eine ungewöhnliche Leichtigkeit, Unnüchternheit und falsche Freiheit wie eine Droge über mir. Es ist eine falsche Salbung, welche ihre Opfer in eine ebenso verführerische und falsche Freiheit hineinführt.

 

 Die göttliche Waffenrüstung, um der

Versuchung widerstehen zu können

 

In diesem Moment spürte ich rechtzeitig die starke Gegenwart eines Engels, der seine ausgestreckte Hand schützend über meinem Kopf hält. Er war es auch, der, solange diese verführerischen Geister sprachen, hinter mir stand, um mich vor ihrem Einfluss zu schützen. Gleichzeitig bemerkte ich auch an mir eine Veränderung. Ich war plötzlich in eine starke, göttliche Waffenrüstung gekleidet und hatte den Helm des Heils auf, der meine Gedanken und Sinne vor diesen Geistern und dem grün schimmernden Lichtnebel schützte. Nun sah ich deutlich einen großen Löwen vor mir, es war der Löwe von Juda. Er sagte: 

 

»Schreibe! Was ich dir im Geist zeigte, wird geschehen. Die Verführung wird stärker, und viele meiner Kinder wollen nicht die Wahrheit hören, weil sie lieber auf Rossen dahinfliegen wollen und zu wenig in meinem siebenfach geläuterten Wort gefestigt und in mir gegründet sind, da sie zu wenig Gemeinschaft mit mir haben. Sie werden in den Tagen ihrer Versuchung nicht so widerstehen können, wie ich widerstanden und überwunden habe.«

 

Danach übergab er mir das Wort aus Hebräer 5:7-9 und sprach:

 

»Dies handelt von mir. Nehmt es als Beispiel für euch, und lernt daraus, denn der Jünger ist nicht höher als sein Meister, und ihr habt noch nicht den kommenden Versuchungen der geistlichen Verführung bis aufs Blut widerstanden. Wer Ohren hat zu hören, der höre. Nur dem Demütigen gebe ich Gnade und bewahre ihn vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommt!«

 

Hebräerbrief 5:7-9 sagt diesbezüglich auf Yeshua:

 

Dieser hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit lautem Rufen und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte, und ist auch erhört worden um seiner Gottesfurcht willen. Und obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt; und nachdem er zur Vollendung gelangt ist, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden.“

 

 Das Lamm Gottes

und der Löwe von Juda

 

Plötzlich veränderte sich das Landschaftsbild vor mir. Es war Abendstimmung, und der Himmel färbte sich rötlich. Ich sah Yeshua auf einem hohen, grünen Hügel stehen. Er hatte ein weißes Kleid und einen blauen Überwurf an. Es war die Zeit, wo er sich gegen Abend oft auf einen Berg zurückzog, um dort zu beten. Als ich ihn anblickte, drehte er sich plötzlich zu mir um und sah mich lange an, ohne ein Wort zu sprechen. Seine Augen signalisierten mir aber eine Einladung: »Komm und habe Gemeinschaft mit mir, und lass uns beide gemeinsam zum Vater gehen.« Während er betete, verwandelte er sich vor mir in einen mächtigen Löwen: den Löwen von Juda – und kurz darauf in ein wunderschönes Lamm.

 

 

Danach sah ich ihn wieder als Person, die auf dem Berg war, um innige Gemeinschaft mit seinem Vater zu haben. Es war ein geheiligter Moment und eine heilige Zeit, wo er sich völlig seinem Vater widmete. Ich sah, wie er nach einer Zeit der Anbetung auf die Knie fiel und heftig im Gebetskampf rang. Ich spürte die Last auf seiner Schulter, seine Anfechtung und Not, die er im Gebet und Flehen vor den Vater hinbrachte. Auch die Sorge um die Seinen, ja, um alle Menschen, die er mit seinem kostbaren Blut erkauft hatte. Als ich das miterlebte, kamen mir die Tränen, und ich musste weinen, weil ich in diesem Moment seine tiefe Liebe für einen Jeden von uns spürte. Auch jetzt, wo ich diese Offenbarung in den Computer tippe, muss ich weinen, und ich schäme mich nicht, es Euch, liebe Leser, mitzuteilen. Ich sage Euch die Wahrheit! Wisst Ihr, wir sind Yeshua nicht egal oder gleichgültig. Wer das denkt, der hat ihn nie erkannt! Er liebt uns mit der endlosen Liebe seines Vaters und will nicht, dass nur ein Einziger verloren geht. Obwohl Yeshua auf dem Gebetsberg nicht direkt mit mir redete, sondern mit seinem Vater, hörte ich doch eindringlich und klar seine Stimme in mir:

 

»Wacht und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Ja, seid wachsam und nüchtern. Kauft die gelegene Zeit aus, die euch noch bleibt. Siehe, ich komme sehr bald. Alle, die mich in Wahrheit suchen, finden mich, und ich befreie sie aus dem Fangnetz des Bösen, welches er über die Sorglosen und Unnüchternen ausgespannt hat, um sie zu fangen. Folgt mir nach und überwindet, so wie ich auch überwunden habe.«

 

Inzwischen bin ich allein auf dem Berg. Es ist Abend, und die Dunkelheit füllt die Täler. Aber da ist ein warmer, rot-goldener Lichtschein um die vielen schneebedeckten Bergspitzen, dessen letzte Strahlen mich völlig einhüllen. Tiefer Frieden umfängt mich, und ich weiß: Er hat mich nicht allein zurückgelassen. Dieses Bewusstsein stärkt mich. In diesem Moment spüre ich die Gegenwart vieler Engel, welche einen weiten Schutzkreis um mich herum bilden. In diesem Moment erhalte ich die Bibelstelle aus dem Hebräerbrief 12:1-2 wo steht:

 

Da wir nun solch eine Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in den Kampf, der vor uns allen liegt.“

 

Nun höre ich alle Engel gemeinsam den nächsten Bibeltext laut rezitieren:

 

Indem wir wegschauend von allem, allein hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.

 

Hier endet die Vision.

Ich danke Gott, dass er mir diese Offenbarung schenkte, um sie an viele Glaubensgeschwister als ein lebendiges Zeugnis seiner fürsorglichen Gnade weiterzuleiten, und ich bete darum, dass diese Botschaft in einen offenen Herzensboden fällt, damit so viele wie möglich vor dem Fallstrick verführerischer Geister in der Stunde der Versuchung bewahrt werden.

 

Und wenn der Herr die Tage nicht verkürzt hätte, so würde kein Mensch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er erwählt hat, hat er die Tage verkürzt. Und wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus! (der Gesalbte) oder: Siehe, dort!, so glaubt es nicht. Denn es werden falsche Christusse (falsche Gesalbte) und falsche Propheten auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen. Ihr aber, habt Acht! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt. 

Markus 13:20-23 

 

Dieter Beständig – Anfang Juni 2008

 


Quelle: Jesus-Christus-Evangelium | Grafik: © red150770 - Fotolia.com


 


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