Eine Weltkirche entsteht

 

 

Ich sehe, wie aus der Vereinigung liberaler, ökumenisch gesinnter Protestanten und der römisch-katholischen Kirche eine Super-Weltkirche entsteht, die auch auf politischem Gebiet gleiche Anschauungen vertritt und eine der mächtigsten religiösen Kräfte der Welt wird.

 

Diese Super-Weltkirche wird nur dem Namen nach geistlich scheinen, aber von dem Namen Jesu Christi reichlich Gebrauch machen. Doch in Wirklichkeit werden viele ihrer Aktivitäten antichristlich und politisch ausgerichtet sein. Diese mächtige Kirchenunion wird sich sehr in sozialen Aktionen, in großen Hilfsprogrammen für Notleidende und in Werken der Barmherzigkeit engagieren. Die Leiter dieser Kirche werden fortwährend Erklärungen darüber abgeben, dass man sich mehr den Nöten der Menschheit annehmen muss, indem man verstärkt soziale und politische Aktionen unternimmt, und sie werden für sich größeren Einfluss auf alle Angelegenheiten fordern, die in der ganzen Welt vor sich gehen.

 

Gerade dann, wenn es so aussieht, als sei die ökumenische Bewegung fast tot, wird eine ganze Kette geradezu geheimnisvoller Ereignisse eintreten, durch die der Rahmen für die kommende Kirchenunion erstellt wird. Rom wird auf viele Konzessionen vonseiten der protestantischen ökumenischen Kirchenführer bestehen und wird sie erhalten. Der Papst wird mehr als politischer und weniger als geistlicher Leiter dieser großen Union angesehen werden. Protestantische Führer der ökumenischen Bewegung werden im Austausch auf bestimmte Konzessionen bestehen, die die katholische Kirche machen soll, und sie werden diese erhalten. Von den Protestanten wird nicht verlangt werden, dass sie den »Heiligen Vater« als unfehlbares Haupt der Kirche anerkennen. Andererseits werden sie den Anspruch des Papstes als politischen Führer annehmen, ohne zu akzeptieren, dass er der Nachfolger Petri sein will.

 

Es ist nicht meine Absicht, hier die Meinung zu verbreiten, dass der Papst oder andere Führer dieser Superkirchenorganisation sich in antichristlicher Weise betätigen. Die Bibel hat viel zu diesem Punkt zu sagen, doch es ist nicht meine Aufgabe, zu diesem Zeitpunkt hier über diese Sache zu spekulieren. Ich sehe jedoch etwas, was mich erschrecken lässt. Ich sehe, wie eine Armee von Leuten, die nur Karriere machen wollen, die einflussreichen Posten in dieser Superkirchenorganisation besetzen wird. Viele von ihnen werden ungöttliche, antichristlich gesinnte Leute sein, die von dem Gedanken besessen sind, dass diese Superkirche stark genug sein muss, alle die unter Druck zu setzen, die mit ihrer Tätigkeit nicht einverstanden sind. Während jene, die die höchsten Führungsplätze einnehmen, von Wundern, Liebe und Versöhnung reden, werden die Mietlinge, die unter ihnen arbeiten, alle jene Religionsgemeinschaften bedrängen und verfolgen, die mit der Führerschaft dieser Weltkirche nicht einverstanden sind.

 

Der Aufbau dieser Super-Weltkirche wird im Kleinen beginnen. Man wird damit anfangen, dass man gemeinsam Studien- und Forschungsprogramme durchführt. Andere gemeinsame Programme werden durchgeführt, ohne dass es dabei zu formellen Abkommen zwischen Katholiken und Protestanten kommt. Doch die liberalen ökumenischen Theologen der USA und von England werden sich mit den liberalen Theologen der katholischen Kirche in Europa zusammentun, um das »ökumenische Wunder« herbeizuführen. 

 

 

Die offizielle politische Verschmelzung liegt noch einige Zeit in der Zukunft, aber der formlose Rahmen für diese Union ist schon im Entstehen begriffen. 

 

David Wilkerson    1973

 


Quelle: David Wilkerson in  Die Vision


 


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