Den Preis für Deutschland bezahlen

 

 

Du kannst entweder Kontrolle ausüben oder vom Geist geleitet sein. Irgendjemand muss leiten, sonst kommt das Chaos. Deshalb müssen wir wieder für das Wirken des Heiligen Geistes sensibel werden. In 2. Könige 13 wird von einer Begegnung des Elisa mit dem König berichtet. Anstatt nur dreimal auf den Boden zu schlagen, hätte der König so oft schlagen sollen, wie es der Geist eingab; denn der Prophet hatte nicht gesagt, wie oft der König schlagen sollte, um den Sieg zu erreichen. Wir dürfen Fehler machen. Dass Gott unsere Schande wegnehmen wird, ist unabhängig davon, dass wir Fehler machen werden. 

 

Wenn man sich entscheidet, die Kontrolle zugunsten des Wirkens Gottes aufzugeben, steht man oft vor ungewöhnlichen Situationen. Ich musste einmal einen bekannten Propheten stoppen, weil Gott es mir sagte. Ich leitete die Versammlung und war dem Herrn gegenüber verantwortlich für den Ablauf. Ein anderes Mal redeten 2.500 Menschen 45 Minuten lang kein Wort, als die Furcht Gottes auf die Versammlung fiel, nachdem ein 11-Jähriger gebetet hatte. Ich musste die Versammlung schließen.


Sind wir bereit, den Preis für das zu bezahlen,

worum der Heilige Geist bittet?


Bist du bereit, den Preis zu zahlen? Soll das geschehen, was immer er tun will? Wenn wir als Leiterschaft miteinander marschieren, dann wird seine Weisheit unter uns bekannt werden. Bist du bereit, dieses Risiko auf dich zu nehmen und nur seinem Herzen zu gefallen?

 

Was geschieht, wenn der Heilige Geist übernimmt? Wirst du deinen Zeitplan einhalten oder Gott wirken lassen? Bis zu welchem Maß sind wir bereit, den Preis zu zahlen? Wie verzweifelt bist du, die Herrlichkeit des Herrn zu sehen? Die Herrlichkeit kommt nicht, damit ihr eure Schulden bezahlen könnt, sondern damit der Heilige Geist übernehmen kann. Der Herr kommt, um zu leiten. 

 

Ich trainiere meinen Geist. Ich will dem Geist folgen, ich schlage weiter, fünf, sechs Mal (bezieht sich oben auf 2. Könige 13). Es spielt keine Rolle, ich bleibe solange dran, bis der volle Sieg da ist. Ich werde nicht zu früh aufgeben. Ich mache weiter, bis mein Geist frei wird. Denn der Geist Gottes kann meinen Geist befreien. Der Herr will unseren Geist, damit es nicht nach unserem Plan geht, sondern wir in seinen Plan passen.

 

Du musst bereit sein, deine geistlichen Opfer auf dem Altar zu lassen, bis das Feuer sie verbrennt. Bist du bereit, den Preis zu zahlen – oder nimmst du das als Zugabe zu dem, was du sonst tust? Unsere Berufung ist, den Weg zu bereiten. Es ist Zeit für eine Generation, die sagt: »Genug ist genug!« Wir können nicht mehr weiter spielen. Wenn wir sagen, wir folgen dem Herrn ganz nach, dann lasst uns ihm auch ganz nachfolgen. Wenn wir nur halb sagen, lasst es uns halb machen. Aber lasst es klar sein, dass wir das tun, was wir sagen.

 

Wenn die Trompete ertönt, wissen die Leute nicht, wo sie hingehen sollen, es sei denn, dass der Klang klar und deutlich ist. Wir sind oft nicht eindeutig, sondern versuchen auszugleichen und so zu handeln und zu reden, dass die Menschen sich nicht vor den Kopf gestoßen fühlen. Aber der Herr sucht in Deutschland nach einem Volk, das sagt: »Ich will, dass die Herrlichkeit zurückkommt.« Wenn Kanada aufsteht, dann wird die Welt gesegnet, aber wenn Deutschland aufsteht, wird die Welt in Staunen versetzt! Kein Land in der ganzen Welt wird da nicht verwundert hinschauen, sie werden sagen: »Deutschland? Ohne Scham, voller Leidenschaft, ein Land von Vätern!« 


Was hat der Feind in diesem Land getan! Ich kenne eure Bestimmung und weiß, wie sehr es auf der ganzen Welt Auswirkungen haben wird. Darum werden die Kosten so hoch sein. Denn der Teufel wird nicht leicht loslassen, er weiß genau: Ihr werdet die ganze Welt in Staunen versetzen. »Wie ist das bloß möglich geworden?«, wird die Welt fragen. Darum sucht der Herr diese leidenschaftlichen Menschen, die sich durch nichts ablenken lassen, ob es durchs Feuer, durchs Wasser oder in völlige Armut geht  was auch immer. Schaut euch Paulus an, wie oft wurde er geschlagen, wie oft geriet er in Seenot – aber er war und blieb entschieden. Es muss zuallererst deine persönliche Entscheidung sein. Dann können sich die Christen mit demselben Geist zusammentun und miteinander gehen. Ich musste in Nürnberg über Deutschland prophezeien:

 

1.

Ich werde die Scham über Deutschland wegtun.

 
2.

Deutschland wird ein Vater-Land sein. 


3.

Ich werde die Leidenschaft, die der Feind geraubt hat, wiederherstellen.

Deutschland ist keine verkopfte Nation, sondern eine leidenschaftliche,

sie sind nur beladen mit Schmach. Ich will das wiederherstellen.

 

 

Wir können Buße tun wie der Überrest in der Bibel. Ich sah uns in einem Bild als Vorläufer, als Vorgeschmack, als erste Frucht für viele in Deutschland, die ihr »ICH« hinlegen für das, was Gott vorhat. Frage Gott: »Was hindert das Volk Gottes, aufzustehen und zu tun, was Gott vorhat?«

 

»Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass frei, auf die du das Joch gelegt hast! Gib her, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen und der Herr wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. Wenn du in deiner Mitte niemanden unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. Und der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vor Zeiten gegründet ward; und du sollst heißen: Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne.« 

(Jesaja 58:6-12)



Lasst uns den Herrn mit zerbrochenem Herzen suchen und sagen: »Herr erbarme dich!«  Die Christen müssen ein Volk sein, das sagt: »Wir legen unsere Hand an den Pflug und schauen nicht zurück, und wir lassen nicht ab, bis der Durchbruch kommt.« Das ist der Schlüssel. Und dann beginnen wir, unser »ICH« niederzulegen und das zu tun, was der Herr will. Du lässt nicht los, bis du die Verheißungen des Herrn erfüllt siehst. Das Wort »Liebe«  bedeutet Hingabe. Du kannst nicht lieben, bevor du nicht selber deinem »ICH«  gestorben bist. Sonst ist es Selbstsucht. Jesus zeigte seine Liebe, indem er für uns starb. In der Ehe sterben wir unseren eigenen Wüschen ab.

 

Man soll dich nicht mehr nennen »Verlassene« und dein Land nicht mehr »Einsame«, sondern du sollst heißen »Meine Freude« und dein Land »Geliebte Frau«; denn der Herr hat Freude an dir, und dein Land hat einen lieben Mann (Jesaja 62:4). Das bedeutet: Wenn sich die Gemeinde nicht darum kümmert, was Gott im Land tun will, dann wird das Land verlassen und einsam bleiben. Bis dann plötzlich die Söhne und Töchter in Deutschland aufstehen und zum Herrn sagen: »Herr, für deine Wünsche will ich mein »ICH« aufgeben. Ich werde dieses Land heiraten. Das bedeutet: »Ich werde sehen, dass deine Pläne für dieses Land in Erfüllung kommen. Der Teufel wird Deutschland und seine Bestimmung nicht abtreiben. Ich liebe dich, Herr, und ich liebe mein Land, dass ich nicht mehr länger zurückhalten will, bis ich deine Verheißungen erfüllt sehe.« Das ist der einzige Weg, wie du in diesem geistlichen Kampf dem Feind, dem visionsabtreibenden Geist, gegenübertreten kannst. Es geht um eine Leidenschaft für die Vorhaben Gottes für dieses Land.

 

Als ich Gott in Kanada darum bat, mir seinen Plan mit der Nation mitzuteilen, sagte Gott mir klar: »Warum soll ich dir meine Vorhaben mit Kanada mitteilen, wenn du dieses Land nicht liebst?« Dem Herrn ging es darum, ob ich mich wirklich kümmere. Der Herr wird uns sein Herz nicht offenbaren, wenn wir ihm signalisieren, dass wir sowieso beschäftigt sind. Kümmerst du dich wirklich darum, was Gott für Deutschland will? Und die nächste Frage ist dann: Wie weit kümmerst du dich? Bist du bereit, dein »ICH«, deine Pläne, hinzulegen bis zu dem Punkt, wo Gottes Herrlichkeit nach Deutschland zurückkehrt? In der Bibel sehen wir Menschen, die zu dem Punkt kommen, wo sie eine Entscheidung treffen: »Was immer auch die Kosten sind, wir werden sie auf uns nehmen. Was immer du auch möchtest, wir tun unser Möglichstes, damit es auch kommt!« 

 

Es gibt übrigens ein Leben als Christ außerhalb davon. Wir haben den Level unserer Hingabe so flach gemacht, dass wir nicht mehr effektiv sind. Eine Gemeinde wird nur stark und lebendig sein, wo die Leiterschaft entscheidet: »Was immer es kostet, wir werden unsere Pläne und uns ganz hingeben, damit die Verheißungen Gottes in Erfüllung gehen können.« An dieser Stelle können wir dann dem Feind sagen: »Wir lassen es nicht mehr zu. Lass deine Finger weg von Gottes Volk!« 


Jetzt ist die Zeit – seid ihr bereit, den Preis zu zahlen?


Meine Entscheidung ist: »Ich werde nie aufgeben, selbst wenn ich sterbe; dann wird die nächste Generation aufstehen und den Stab aufnehmen. Ich werde nie aufgeben. Dazu ruft uns Gott, nicht zu einem leichten Leben. Gott möchte, dass wir unsere Pläne, unsere Erwartungen, unsere Isaaks hingeben, sogar die Verheißungen, die Gott selbst gegeben hat. »Es kümmert mich nicht mehr – ich lege es auf deinen Altar, Herr, ich möchte, dass deine Vorhaben in Erfüllung gehen.« Dabei geht es nicht um die Frage meiner Fähigkeit oder meiner Unfähigkeit – das ist sein Problem. Dein Problem ist: Bist du willig oder nicht? Gott, der Heilige Geist, wird dich immer um Erlaubnis fragen.


Gott wird seine Vorhaben immer denen offenbaren, die sich um Seine Sache kümmern. Dabei geht es um ein Gemeinsam-Miteinander-Gehen. Aber die Hauptsache, die Richtschnur, ist: Keine Bedingungen! Du wirst dich nicht erst dann entscheiden, Gott zu folgen, wenn er dir zeigt wohin. Du vertraust nicht erst dann, wenn du den Weg kennst, sondern dein Vertrauen ist in ihm – ohne Vorbedingungen.


Ich sagte: »Herr, gib mir ein Herz für Kanada.« Er gab es mir souverän. Gott wird dein Leben verändern, wenn du so betest, bis du nicht mehr weißt, wann du essen und wann du schlafen sollst. Sein Herz wird deinem Herzen übereignet. Und plötzlich wirst du mit ihm unter Schmerzen beten, mit ihm weinen. Ich weiß, solange ich in Kanada lebe, werde ich für das aufstehen, was der Herr mit diesem Land vorhat, egal, was es kostet. Denn ich möchte das erfüllt sehen, wonach er sich sehnt.


Das ist meine Herausforderung für dich. Kümmern wir uns wirklich? Gott hat ein Volk, das für so eine Zeit wie diese aufstehen wird. Und diese Leute werden Gott anhängen. Ich sagte sogar: »Um deiner Vorhaben willen lege ich meine Salbung nieder.« Ich kümmere mich nicht darum, was meine Gaben sind oder nicht. Mein Titel, meine Gaben, meine Position kümmern mich nicht mehr. Aber ich möchte das tun, was Gott, der Herr, will, egal wie hoch die Kosten sind!

 

Du kannst beten: Gott, bitte gib mir ein Herz für dieses Land und für deine Vorhaben mit diesem Land! Es ist mir egal, was du von mir fordern wirst, was dein Plan mit mir ist, aber was immer es ist, du wirst in mir eine Person finden, die zu dir sagt: »Wo immer du möchtest, dass ich hingehen soll, dahin werde ich gehen!«

 


Quelle: Glaube.de


 


Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!