Dahingeraffter Wohlstand

 

»Eine große Enttäuschung werden die Menschen erleben, die sich eine Besserung der Lebenslage erhoffen und jegliche Arbeit verrichten im Hinblick auf eine bessere Zeit. Sie glauben, sich durch Menschenhände und Menschenwillen das Leben umgestalten zu können, sie glauben an einen Aufstieg in jeder Hinsicht, sie führen alle Arbeiten aus, die einer Versorgung auf lange Sicht hinaus gleichkommen, sie sind überaus mühsam in unwichtigen Dingen, aber das Wichtigste lassen sie unbeachtet ... Fürsorge zu treffen für das jenseitige Leben.

 

Ihre Gedanken kreisen ständig um irdische Pflichten, um irdische Genüsse, um irdischen Wohlstand. Das geistige Leben aber ist ihnen völlig gleichgültig. Und so ist es verständlich, dass sie von Gott abstreben, wenngleich sie seinen Namen im Munde führen, denn die Reize der Welt sind stärker, und die Welt ist Anteil dessen, der Gott entgegenarbeitet und ihn verdrängen will. Und da sie dem Gegner Gottes mehr Rechte einräumen durch ihr Verlangen, wird ihnen auch erfüllt, was sie begehren, doch von ihrer Seele nimmt er gleichfalls Besitz, und ein Lösen aus seiner Gewalt erfordert eine Willensstärke, die irdisch gesinnte Menschen nicht aufbringen.

 

Für diese Menschen wird die Enttäuschung übergroß sein, so die Erde heimgesucht wird durch göttlichen Willen, so die Naturkatastrophe alle ihre Hoffnungen zunichte machen und sie in äußerst dürftige Lebenslagen versetzen wird, die allen ihren Plänen und Hoffnungen widersprechen. Es wird eine bittere Zeit sein für alle Weltmenschen, die sie kaum ertragen können, denn nun sehen sie die Unmöglichkeit einer besseren Lebensführung ein und sind zu keiner aufbauenden Arbeit fähig. Sie murren und klagen und lehnen einen Schöpfer und Erhalter aller Dinge ab, denn sie vermögen Gott nicht zu erkennen in jener Not, die durch das Vernichtungswerk eingetreten ist.

 

 

Eine geistige Erklärung der kommenden Zeit nehmen sie nicht an, denn ihre weltliche Einstellung nimmt ihnen jede Fähigkeit einer rechten Beurteilung, und daher werden sie völlig ratlos der neugeschaffenen Lage gegenüberstehen, bis Gott sich ihrer erbarmt und sie entweder von der Erde nimmt oder ihnen erneute Möglichkeit gibt, Kenntnis zu nehmen von seinem Wort, um sich ernstlich umstellen zu können, so sie dazu den Willen aufbringen.

 

Dennoch ist es die einzige Möglichkeit, denn der Hang nach der Welt ist zu groß, als dass er abgelegt würde, wenn nicht Gott mit diesem Zerstörungswerk gleichzeitig eine Hilfsaktion verbunden hätte, um ihnen zum Lösen von der Materie Gelegenheit zu geben. Denn diese muss als erstes überwunden werden, will der Mensch selig werden, will er auf Erden seine eigentliche Aufgabe kennen lernen und sie zu erfüllen trachten. Es ist der göttliche Eingriff durch die Natur das letzte Hilfsmittel, im freien Willen sich dem geistigen Streben zuzuwenden und die Erde mit ihren Reizen überwinden zu lernen.«

 


Quelle: innodoj.ch | Grafik: © isoga - Fotolia.com


 


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