Auflösung und Umgestaltung der Erde

 

»In einer sehr kurzen Zeitspanne wird die völlige Auflösung der Erde vor sich gehen, denn die Kräfte, die zur Auswirkung kommen, sind so elementar, dass nichts ihnen standhält, dass alles vernichtet wird, was sowohl auf der Erdoberfläche als auch im Inneren der Erde besteht an Schöpfungen jeder Art. Es kann also nicht von einer Teilauflösung gesprochen werden, sondern die Kraftentfaltung erstreckt sich über die ganze Erde, und so ist die gesamte Erde ein einziger Feuerherd, dem alles zum Opfer fällt, weil alles vom Feuer ergriffen wird.

 

 

Und so wird wohl an einzelnen Stellen das Feuer langsamer um sich greifen, der Weisheit Gottes entsprechend, und zwar dort, wo den Seelen noch in letzter Stunde Gelegenheit geboten werden soll, zu Gott um Hilfe zu rufen, wo also Menschen leben, deren Sinn noch zu wandeln ist kurz vor dem Ende. Doch vernichtet wird die Erde restlos, d. h., der Kern bleibt wohl bestehen, doch die gesamte Erdoberfläche erfährt eine Veränderung, die so gewaltig ist, dass man von einem Vergehen aller Schöpfungswerke sprechen kann.

 

Es ist eine Umgestaltung der alten Erde auch nur dann erst nötig und möglich, wenn alle Schöpfungen der alten Erde vergangen sind und aus den Überresten die Schöpfungen der neuen Erde gebildet werden können, die wieder das Geistige, das noch inmitten seiner Entwicklung steht, aufnehmen sollen. Und dieses Geistige wird frei zu seiner großen Befriedigung, denn es verlangt nach der Aufwärtsentwicklung, um die Gnaden des Erdenlebens als Mensch auswerten zu können, und es drängt dieser letzten Verkörperung entgegen.

 

Es wird also die neue Erde keine alten Schöpfungen aufweisen, sondern restlos werden diese zerstört und neu gebildet, und der Vorgang währet nur ganz kurze Zeit. Und zwar spielt sich die Zerstörung vor den Augen der Menschen ab, doch in ihrem großen Entsetzen achten sie nur auf sich selbst, d. h., sie sind in der Todesangst nur darauf bedacht, sich zu retten, was ihnen aber unmöglich ist. Dagegen werden die Gläubigen, die Gott vor der völligen Zerstörung entrückt, das Werk des Unterganges der alten Erde verfolgen können, denn es wird sich abspielen vor ihren Augen, auf dass die Macht und Herrlichkeit Gottes offenbar werde. Doch die Entstehung der neuen Erde bleibt ihren Augen verborgen, denn so sie von Gott dieser neuen Erde zugeführt werden, sind alle Schöpfungen schon bestehend, und den Augen der Gläubigen bietet sich ein vielseitiges Bild, völlig unbekannte Schöpfungen, herrlich anzusehen und in ihrer Zweckmäßigkeit alles übertreffend, was die alte Erde an Schöpfungen bietet.

 

Die Zeitdauer des Entstehens dieser Schöpfungen aber können die Menschen auf der neuen Erde nicht ermessen, denn für die Zeit des Verweilens nach der Entrückung ist den Menschen jeglicher Zeitbegriff genommen, und ebenso wird ihnen auf der neuen Erde anfänglich der Zeitbegriff fehlen, da die Menschen schon einen hohen Reifegrad besitzen und dies zur Folge hat, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft für sie nur ein Begriff ist, so lange, bis sich die Menschen wieder materieller einstellen und dadurch auch wieder dem Gesetz von Zeit und Raum unterliegen.

 

Und so ist die neue Erde in ihrem Entstehen völlig den Blicken der Menschen entzogen, doch auf geistigem Wege wird ihnen die Erklärung zuteil, und sie können daraus jederzeit das Wichtigste der göttlichen Lehre entnehmen, wie aber auch andererseits diese den Menschen selbst vermittelt wird auf direktem Wege, denn Gott wird mitten unter den Menschen weilen, die ihn lieben, weil sie sich selbst zur Liebe gestaltet haben und Gott selbst, wie auch seine lichten Engel, die Menschen auf der neuen Erde belehret. Und so weilet das Urlicht mitten unter den Seinen und teilet Licht aus an alle, die dessen würdig sind.«

 


Quelle: innodoj.ch


 


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